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Ungarns Regierungschef Orban preist Salvini als "meinen Helden"

Verbrüderung der Zuwanderungs-Hardliner aus Ungarn und Italien: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat bei einem Besuch in Italien das harte Vorgehen von Innenminister Matteo Salvini gegen

Großer Salvini-Fan: Orban

Großer Salvini-Fan: Orban

Verbrüderung der Zuwanderungs-Hardliner aus Ungarn und Italien: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat bei einem Besuch in Italien das harte Vorgehen von Innenminister Matteo Salvini gegen Migranten in den höchsten Tönen gelobt. "Er ist mein Held und mein Weggefährte", sagte Orban vor dem Treffen am Dienstag in Mailand.

Salvini werde bei der Abwehr der Migration über das Mittelmeer jenen Kurs fortsetzen, den Ungarn bereits in Mitteleuropa verfolgt, sagte Orban. "Ungarn ist der Beweis dafür, dass Migranten auf dem Landweg gestoppt werden können", sagte Orban. "Und hier fängt Salvinis Mission an: Er sollte zeigen, dass Migranten auch auf dem Meer gestoppt werden können."

Ungarn hat an seinen Grenzen zu Serbien und Kroatien einen mehrere hundert Kilometer lange Stacheldrahtzaun errichtet. Seitdem kommen kaum mehr Flüchtlinge über die Balkanroute nach Mitteleuropa. Die Zahl der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer mit Ziel Italien hat dafür stark zugenommen.

Die beiden rechtsnationalistischen Politiker Orban und Salvini stehen für einen Kurs der strikten Abschottung gegen Migranten. Sie stehen sich damit aber auch gegenüber: Salvini fordert von den EU-Partnern die Aufnahme von Flüchtlingen, die an Italiens Küsten anlanden. Orban widersetzt sich aber vehement einer solchen Umverteilung.

Rund tausend Demonstranten protestierten am Dienstag in Mailand gegen Orbans Besuch. "Wir wollen Orbans Europa nicht", sagte der sozialdemokratische Parlamentsabgeordnete Emanuele Fiano. "Orban nennt sich Salvinis Freund, aber wenn es um die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen geht, schlägt er die Tür zu."

Auch Salvinis Koalitionspartner von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung hatten verärgert auf das Treffen mit Orban reagiert. Vizeregierungschef Luigi Di Maio kritisierte in der Zeitung "La Stampa" vom Montag die ungarische Flüchtlingspolitik, die Italiens Interessen zuwiderlaufe. "Orbans Ungarn errichtet Stacheldrahtzäune und verweigert die Umverteilung" von Flüchtlingen in der EU, sagte Di Maio.

AFP

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