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Ursache für Flugzeugabsturz mit drei Toten in Hessen weiter unklar

Einen Tag nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit drei Toten in Südhessen sind die genauen Umstände des Unglücks zunächst unklar geblieben.

Untersuchungen am Wrack des abgestürzten Kleinflugzeugs

Untersuchungen am Wrack des abgestürzten Kleinflugzeugs

Einen Tag nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit drei Toten in Südhessen sind die genauen Umstände des Unglücks zunächst unklar geblieben. Die Ermittlungen liefen, die Unglücksursache sei noch nicht bekannt, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Darmstadt am Montag. Unter den Opfern des Absturzes war auch eine russische Multimillionärin. Experten aus Russland wollten sich an den Ermittlungen in Hessen beteiligen.

Die sechssitzige Maschine war am Sonntagnachmittag nordwestlich von Erzhausen auf ein Feld gestürzt und komplett ausgebrannt. Den Polizeiangaben zufolge war das Kleinflugzeug in Frankreich gestartet und auf dem Weg nach Egelsbach bei Frankfurt am Main. An Bord der Maschine waren demnach neben dem Piloten vermutlich zwei Passagiere.

Zur Identität der Opfer machte die Staatsanwaltschaft auch am Montag zunächst keine genauere Ausgaben. Nähere Erkenntnisse sollte die Obduktion der Leichen bringen.

Das russische Zwischenstaatliche Verkehrskomitee (MAK) kündigte am Montag die Entsendung von Experten nach Deutschland an. Diese würden sich an einer internationalen Ermittlungskommission beteiligen.

Die russische Fluggesellschaft S7 hatte bereits am Sonntag erklärt, eines der Opfer sei die S7-Miteigentümerin Natalia Filewa. Die 55-jährige Ehefrau von Unternehmenschef Wladislaw Filew war 2018 laut dem US-Magazin "Forbes" die viertreichste Frau Russlands mit einem geschätzten Vermögen von 600 Millionen US-Dollar (knapp 535 Millionen Euro).

Unter den Opfern befand sich auch Filewas Vater, wie S7 gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte. Das Unternehmen würdigte Filewa als "brillante" Firmenchefin.

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten und drei Schwerverletzten kam es am Sonntag, als ein Polizeiwagen nach dem Flugzeugabsturz zum Unglücksort eilte. An dem Zusammenprall auf einer Bundesstraße waren laut Polizeiangaben der Streifenwagen und zwei entgegenkommenden Autos beteiligt. Die Insassen eines Fahrzeugs kamen bei der Kollision ums Leben.

Die drei Polizisten in dem Streifenwagen wurden schwer verletzt, zwei von ihnen mussten mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus geflogen werden. Die Insassen des dritten Autos blieben unverletzt.

AFP

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