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US-Abgeordnete Tlaib sagt Besuch im Westjordanland wegen Israels Auflagen ab

Wegen der ihr von Israel auferlegten Einreisebedingungen hat die palästinensischstämmige US-Kongressabgeordnete Rashida Tlaib ihren Besuch im Westjordanland abgesagt.

US-Kongressabgeordnete Rashida Tlaib

US-Kongressabgeordnete Rashida Tlaib

Wegen der ihr von Israel auferlegten Einreisebedingungen hat die palästinensischstämmige US-Kongressabgeordnete Rashida Tlaib ihren Besuch im Westjordanland abgesagt. "Ich habe entschieden, dass ein Besuch meiner Großmutter unter diesen unterdrückerischen Bedingungen allem widerspricht, an das ich glaube - gegen Rassismus, Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu kämpfen", schrieb die US-Demokratin am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

"Mich zum Schweigen zu bringen und mich wie eine Kriminelle zu behandeln, ist nicht, was sie für mich will", schrieb Tlaib mit Blick auf ihre Großmutter. Sie warf der israelischen Regierung eine "rassistische Politik" vor.

Nach einem anfänglichen Einreiseverbot hatten die israelischen Behörden zugesagt, Tlaib aus "humanitären" Gründen doch einreisen lassen. Innenminister Arie Dery habe der Tochter palästinensischer Einwanderer in die USA einen "humanitären Besuch" ihrer über 90-jährigen Großmutter in dem von Israel besetzten Westjordanland erlaubt, hieß es.

Am Donnerstag noch hatte Israel Tlaib und deren US-Kongresskollegin Ilhan Omar die Einreise verwehrt und dies mit der Unterstützung der muslimischen Parlamentarierinnen für die internationale Kampagne BDS ("Boycott, Divestment and Sanctions") gegen Israel begründet. Tlaib habe nun aber "versprochen, während ihres Aufenthalts im Westjordanland nicht für den Boykott zu werben", hieß es in einer Mitteilung des Innenministeriums.

Das Einreiseverbot für die beiden Abgeordneten der oppositionellen US-Demokraten hatte in den USA scharfe Kritik ausgelöst, sowohl von Seiten der Demokraten, als auch der einflussreichen pro-israelischen US-Lobbyorganisation Aipac. US-Präsident Donald Trump hatte die israelische Regierung hingegen zu dieser Entscheidung gedrängt.

Tlaib und Omar hatten für das Wochenende Besuche in Israel und den Palästinensergebieten geplant. Beide hatten sich in der Vergangenheit scharfe Auseinandersetzungen mit dem US-Präsidenten geliefert. Trump hatte sie und zwei weitere demokratische Abgeordnete rassistisch beleidigt und sie unter anderem dazu aufgerufen, die USA zu verlassen und in ihre Herkunftsländer zurückzugehen. Drei der vier angegriffenen Frauen sind in den USA geboren.

AFP
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