HOME

US-Behörden halten festgenommenen Mann für Briefbomben-Täter

Die US-Justizbehörden gehen davon aus, dass es sich bei dem im Fall der mutmaßlichen Briefbomben festgenommenen Mann um den Täter handelt.

Der Verdächtige Cesar Sayoc wurde in Florida festgenommen

Der Verdächtige Cesar Sayoc wurde in Florida festgenommen

Die US-Justizbehörden gehen davon aus, dass es sich bei dem im Fall der mutmaßlichen Briefbomben festgenommenen Mann um den Täter handelt. Der Mann wurde offiziell wegen fünf Vergehen beschuldigt, wie Justizminister Jeff Sessions am Freitag in Washington mitteilte. Dazu zählten die "illegale Versendung von Sprengstoffen" sowie "Drohungen gegen frühere Präsidenten" und andere Menschen.

Dem Festgenommenen drohen nach Angaben des Ministers bis zu 58 Jahre Haft. Laut FBI-Direktor Christopher Wray handelt es sich bei ihm um Cesar Sayoc, dessen Name schon zuvor von US-Medien genannt worden war. Nähere Angaben zu dem Mann machten er und Sessions nicht.

Den Medienberichten zufolge soll Sayoc 56 Jahre alt sein und eine Adresse in Florida haben. In diesem US-Bundesstaat war er auch am Freitag auf einem Parkplatz festgenommen worden.

Wray sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sessions, dass mindestens 13 Briefe mit Sprengsätzen verschickt worden seien. Auch wenn die Untersuchungen dieser Apparate noch nicht abgeschlossen seien, lasse sich bereits sagen, dass es sich nicht um bloße Attrappen handle. Sie hätten Materialien enthalten, die potenziell hätten explodieren können. Der Direktor der Bundespolizei warnte, dass noch weitere der Briefbomben unterwegs sein könnten.

Zu den möglichen Motiven des Mannes wollten Sessions und Wray noch keine Aussagen machen. Dafür sei es noch "zu früh", sagte der FBI-Chef.

Die Sprengsätze waren allesamt an Kritiker von US-Präsident Donald Trump gerichtet gewesen. Zu den Adressaten gehörten der frühere Präsident Barack Obama, Ex-Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, der Multimilliardär George Soros und Hollywoodstar Robert de Niro.

AFP

Das könnte sie auch interessieren