HOME

US-Demokraten beginnen in New Hampshire zweite Präsidentschaftsvorwahl

Im US-Bundesstaat New Hampshire hat die zweite Präsidentschaftsvorwahl der US-Demokraten begonnen.

Sanders (l.) und Buttigieg

Sanders (l.) und Buttigieg

Im US-Bundesstaat New Hampshire hat die zweite Präsidentschaftsvorwahl der US-Demokraten begonnen. Am Dienstagmorgen (Ortszeit) öffneten die Wahllokale, traditionell stimmten zuvor bereits die fünf Wahlberechtigten des winzigen Ortes Dixville Notch eine Minute nach Mitternacht ab. Nach dem Vorwahl-Chaos in Iowa rechnen sich besonders der linke Senator Bernie Sanders und der pragmatisch-moderate Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg gute Chancen auf einen Sieg in dem Ostküstenstaat aus.

Laut Umfragen liegt der 78-jährige Sanders in New Hampshire vor dem 38-jährigen Politik-Newcomer Buttigieg. Dahinter kommen mit einigem Abstand die Senatorin Amy Klobuchar, der frühere Ex-Vizepräsident Joe Biden und die Senatorin Elizabeth Warren. 2016 hatte Sanders bei der Vorwahl in New Hampshire einen Erdrutschsieg errungen.

In Dixville Notch, wo die abgegebenen Stimmen direkt nach Mitternacht gezählt wurden, gewann überraschend der Milliardär Michael Bloomberg. Dabei hatte der 77-Jährige angekündigt, die ersten Vorwahlen im Februar auszulassen, um sich auf den "Super Tuesday" am 3. März zu konzentrieren, an dem 14 Staaten gleichzeitig Vorwahlen abhalten.

Die Vorwahlen der oppositionellen Demokraten zur Bestimmung des Herausforderers von Amtsinhaber Donald Trump hatten vergangene Woche mit einer schweren Panne im Bundesstaat Iowa begonnen. Wegen technischer Probleme konnten die Wahlergebnisse längere Zeit nicht übermittelt werden.

Letztlich gewann Buttigieg knapp vor Sanders, dahinter folgten Warren und Biden. Buttigieg sieht sich seit seinem Überraschungssieg in Iowa zunehmend mit Vorwürfen aus den Reihen seiner Mitbewerber konfrontiert, er sei zu unerfahren für das Präsidentenamt.

New Hampshire spielt trotz seiner nur 1,3 Millionen Einwohner eine wichtige Rolle in der politischen Landschaft der USA. Die Menschen gelten als Wechselwähler, der Staat als sogenannter Swing State, der stets bis zum Wahltag zwischen Republikanern und Demokraten heiß umkämpft ist.

AFP

Das könnte sie auch interessieren