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US-Demokraten fordern Aufklärung über angebliche Prämien für Taliban-Attacken

Die oppositionellen US-Demokraten haben Aufklärung über Berichte über angebliche russische Prämien für Taliban-Attacken auf US-Soldaten in Afghanistan gefordert.

US-Demokratin Nancy Pelosi

US-Demokratin Nancy Pelosi

Die oppositionellen US-Demokraten haben Aufklärung über Berichte über angebliche russische Prämien für Taliban-Attacken auf US-Soldaten in Afghanistan gefordert. "Der Kongress und das Land brauchen jetzt Antworten", erklärte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Montag. In einem Schreiben an Geheimdienstkoordinator John Ratcliffe und CIA-Chefin Gina Haspel forderte Pelosi eine Unterrichtung aller Abgeordneten.

"Es stellen sich folgende Fragen: Wurde der Präsident unterrichtet, und wenn nicht, warum nicht, und warum wurde der Kongress nicht unterrichtet", schrieb die US-Demokratin. Geprüft werden müsse auch, wie Russland zur Rechenschaft gezogen werden könne.

Auch der Anführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, forderte eine Unterrichtung der Parlamentarier. "Wir müssen wissen, ob Präsident Trump über diese Informationen unterrichtet wurde, und wenn ja, wann."

Die "New York Times" hatte am Freitag unter Berufung auf US-Geheimdienste berichtet, Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU hätten Kämpfern der radikalislamischen Taliban Geld für tödliche Angriffe auf in Afghanistan stationierte US- und Nato-Soldaten gegeben. Dem Bericht zufolge informierten die Geheimdienste Präsident Donald Trump im März über ihre Erkenntnisse.

Trump bestreitet, informiert worden zu sein. Moskau spricht von "unbegründeten Anschuldigungen". Auch die Taliban weisen die Vorwürfe zurück.

AFP