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US-Handelsbeauftrager sieht im Konflikt mit China noch schwierige Fragen offen

Im Ringen um eine Annäherung im Handelsstreit mit China sieht der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer auch nach den erneuten Gesprächen in Peking weiteren Verhandlungsbedarf.

Lighthizer und Mnuchin (l.) bei Xi

Lighthizer und Mnuchin (l.) bei Xi

Im Ringen um eine Annäherung im Handelsstreit mit China sieht der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer auch nach den erneuten Gesprächen in Peking weiteren Verhandlungsbedarf. Es seien noch Fortschritte in "sehr schwierigen" Fragen nötig, sagte Lighthizer bei einem Treffen mit Chinas Präsidenten Xi Jinping am Freitag. "Wir haben noch Arbeit zu erledigen, aber wir sind hoffnungsvoll", fügte er hinzu.

Xi sagte der amtlichen chinesische Nachrichtenagentur Xinhua zufolge, die Gespräche zwischen der chinesischen und der US-Seite sollten nun bereits in der kommenden Woche in Washington fortgesetzt werden. Er hoffe, dass die harte Arbeit an einer Einigung zum beiderseitigen Nutzen fortgesetzt werde, sagte der Staatschef demnach.

Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin hatten zuvor mit dem chinesischen Chefunterhändler und Vize-Regierungschef Liu He über die Eckpunkte für einen Handelsvertrag zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt gesprochen. Mnuchin zufolge verliefen diese zweitägigen Gespräche am Donnerstag und Freitag "produktiv", Angaben zu Einzelheiten machte er aber nicht.

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt stecken seit einem Jahr im Handelskonflikt und haben sich gegenseitig mit massiven Strafzöllen überzogen. Weltweit schürt dies Ängste vor einem Einbruch der Konjunktur. US-Präsident Donald Trump ist das US-Handelsdefizit mit China ein Dorn im Auge. Er beschuldigt Peking unfairer Praktiken, darunter des Diebstahls von geistigem Eigentum.

Die Zeit drängt: Eine Frist für einen Erfolg der Verhandlungen läuft am 1. März aus. Trump hat damit gedroht, Strafzölle auf chinesische Waren drastisch zu erhöhen, wenn bis dahin keine Einigung erzielt wird. Zölle im Umfang von 200 Milliarden Dollar (175 Milliarden Euro) würden dann von bislang zehn auf 25 Prozent steigen. Allerdings deutete Trump zuletzt an, dass er die Frist auch verlängern könnte.

AFP