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US-Investmentfonds KKR steigt bei Axel Springer ein

Der US-Investmentfonds KKR will bei Axel Springer einsteigen und größter Aktionär des Medienkonzerns werden.

Eingang des Axel-Springer-Hochauses

Eingang des Axel-Springer-Hochauses

Der US-Investmentfonds KKR will bei Axel Springer einsteigen und größter Aktionär des Medienkonzerns werden. Wie Axel Springer am Mittwoch in Berlin mitteilte, will KKR allen Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot zum Preis von 63 Euro pro Aktie vorlegen, das entspricht einer Prämie von 31,5 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen drei Monate vor Bekanntwerden der Verhandlungen über eine Beteiligung.

KKR schloss zudem mit den Aktionären Friede Springer und Mathias Döpfner eine Aktionärsvereinbarung ab: Demnach verzichten beide auf einen Verkauf ihrer Anteile und bleiben "weiter im bisherigen Umfang" am Axel Springer Konzern beteiligt. Friede Springer, Witwe des Gründers Axel Springer, hält insgesamt 42,6 Prozent der Anteile, der Vorstandsvorsitzende Döpfner 2,8 Prozent. Beide und KKR wollen demnach künftig ihr Verhalten abstimmen und ihre Stimmrechte gemeinsam ausüben.

KKR (Kohlberg Kravis Roberts) ist eine der größten Beteiligungsgesellschaften weltweit. Der Fonds war 1976 von Jerome Kohlberg, Henry Kravis und George Roberts gegründet worden.

Axel Springer revidierte am Mittwoch zudem seine Prognose für dieses Jahr leicht nach unten und begründete dies mit der "gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" und der in Frankreich verabschiedeten Digitalsteuer. Demnach erwartet der Konzern einen Rückgang der Umsätze "im niedrigen einstelligen Prozentbereich" sowie beim Gewinn im "mittleren einstelligen Prozentbereich". Bisher war der Konzern bei den Erlösen von einem geringen Wachstum und beim Konzerngewinn von einer Stagnation im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.

AFP

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