HOME

US-Medien: Professorin sagt Donnerstag zu Vorwürfen gegen Richterkandidaten aus

Die Anhörung im US-Senat zum Vorwurf der versuchten Vergewaltigung gegen den Kandidaten für das Oberste Gericht wird US-Berichten zufolge am Donnerstag stattfinden.

Kavanaugh steht unter Druck

Kavanaugh steht unter Druck

Die Anhörung im US-Senat zum Vorwurf der versuchten Vergewaltigung gegen den Kandidaten für das Oberste Gericht wird US-Berichten zufolge am Donnerstag stattfinden. Dies sei das Ergebnis eines Telefonats zwischen dem Justizausschuss und den Anwälten von Christine Blasey Ford, berichteten am Samstag mehrere US-Medien, darunter "Politico" und "Daily Beast", unter Berufung auf informierte Kreise.

Die 51-jährige Professorin hatte sich zuvor bereits grundsätzlich bereit erklärt, vor dem Ausschuss auszusagen. Es gab aber ein mehrtägiges Tauziehen zwischen ihren Anwälten und dem republikanischen Ausschussvorsitzenden Chuck Grassley über den genauen Termin und die Rahmenbedingungen der Anhörung.

Ford beschuldigt den erzkonservativen Kandidaten für das mächtige Oberste Gericht, Brett Kavanough, in den 80er Jahren bei einer Schülerparty versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Der 53-jährige Kavanaugh weist die Anschuldigung zurück. Auch er soll vor dem Ausschuss angehört werden.

Fords Ehemann Russell sagte der Zeitung "Washington Post", die Nominierung Kavanaughs durch US-Präsident Donald Trump habe bei seiner Frau schmerzhafte Erinnerungen wachgerufen. "Sie sagte: Das packe ich nicht." Sie habe gesagt, sie werde nach Neuseeland auswandern, wenn Kavanaugh an das Oberste Gericht berufen werde.

Ford hatte nach eigener Schilderung erst 2012 während einer Paartherapie mit ihrem Ehemann erstmals genauer von der sexuellen Attacke erzählt, die sie als 15-Jährige erlebt habe.

Sollte die Anhörung der Wissenschaftlerin in dem Ausschuss öffentlich stattfinden, ist ein gigantisches Medienspektakel zu erwarten.

AFP

Das könnte sie auch interessieren