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US-Medienmogul Ted Turner macht seine Demenz-Erkrankung öffentlich

Der US-Medienmogul Ted Turner hat öffentlich gemacht, dass er an Demenz erkrankt ist.

US-Medienmogul Ted Turner

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Der US-Medienmogul Ted Turner hat öffentlich gemacht, dass er an Demenz erkrankt ist. In einem Interview mit dem Sender CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte, sagte der 79-jährige Gründer des Nachrichtensenders CNN laut vorab veröffentlichten Auszügen, er leide an einer milderen Form von Demenz als Alzheimer. "Es ist dem ähnlich. Aber es ist nicht annähernd so schlimm", sagte Turner. "Alzheimer ist schlimm."

Der genaue Name seiner Erkrankung, die Lewy-Körperchen-Demenz, fiel Turner während des Interviews allerdings nicht ein. Er sagte, er leide "unter der, die... - ich kann mich nicht an den Namen erinnern." Nach weiterem Nachdenken schloss der 79-jährige Milliardär schließlich: "Demenz. Ich kann mich nicht erinnern, was meine Krankheit ist."

Turner schilderte in dem Fernsehinterview, dass bei ihm zuerst fälschlicherweise Depressionen diagnostiziert worden seien. Erst später hätten die Ärzte die Demenz als wahre Ursache seiner Beschwerden erkannt. Nach den Symptomen befragt antwortete Turner: "Müde. Erschöpft. Das sind die Hauptsymptome - und Vergesslichkeit."

In den USA leiden etwa 1,5 Millionen Menschen an der Lewy-Körperchen-Demenz. Sie verursacht starke Stimmungsschwankungen und Halluzinationen. Auch der US-Schauspieler Robin Williams litt an der Krankheit, bevor er 2014 Suizid beging.

Turner hatte CNN 1980 als ersten Nachrichtensender gegründet, der rund um die Uhr sendet. Damit veränderte er die Nachrichtenberichterstattung in den USA und in aller Welt grundlegend. 1996 verschmolz sein Medienimperium Turner Broadcasting System mit Time Warner. Turner wurde auch durch seine frühere Ehe mit Hollywood-Star Jane Fonda und durch eine Milliardenspende an die UNO für die Finanzierung von Hilfsprojekten bekannt.

In dem CBS-Interview wurde Turner auch auf das heutige Programm von CNN angesprochen. "Ich denke, sie kleben ein bisschen zu sehr an der Politik. Sie täten besser daran, eine ausgewogenere Agenda zu haben. Aber das ist nur die Meinung einer einzelnen Person", fügte der Medienmogul bescheiden hinzu.

AFP
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