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US-Präsidentschaftsbewerber Sanders bei Demokraten-Debatte unter Beschuss

Der linksgerichtete US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders ist in einer weiteren TV-Debatte der Demokraten unter Beschuss geraten.

Bernie Sanders (l.) und Joe Biden bei TV-Debatte

Bernie Sanders (l.) und Joe Biden bei TV-Debatte

Der linksgerichtete US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders ist in einer weiteren TV-Debatte der Demokraten unter Beschuss geraten. Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sagte am Dienstagabend (Ortszeit), Russlands Staatschef Wladimir Putin wolle Sanders im Vorwahlkampf unterstützen - damit letztlich US-Präsident Donald Trump wiedergewählt werde. Der frühere Vizepräsident Joe Biden warf Sanders vor, als Senator gegen ein schärferes Waffenrecht gestimmt zu haben.

Die moderate Senatorin Amy Klobuchar und der frühere Bürgermeister Pete Buttigieg kritisierten zudem Sanders' Vorschläge für eine gesetzliche Krankenversicherung für alle US-Bürger. Die Pläne seien nicht finanzierbar.

Die wie Sanders linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren sagte, sie trete zwar für "progressive Ideen" ein wie der 78-Jährige. Im Gegensatz zu Sanders habe sie sich aber tiefgehend in Themen wie strengere Regeln für die Wall Street und eine realistische Reform des Gesundheitssystems eingearbeitet.

Die Angriffe auf Sanders kommen nicht von ungefähr: Der selbsternannte "demokratische Sozialist" ist bei den Demokraten derzeit klarer Favorit. Er landete in den ersten drei Vorwahlen vorne und führt die landesweiten Umfragen an.

Sanders nahm die Attacken mit Ironie: "Ich höre meinen Namen heute Abend ein wenig", sagte der Senator. "Ich frage mich, warum." Zugleich verteidigte er energisch seine politischen Vorschläge.

Die TV-Debatte wurde in Charleston im Bundesstaat South Carolina ausgetragen. In dem Südstaat wird am Samstag die nächste Vorwahl der Demokraten ausgetragen. In einer Woche findet dann der sogenannte Super Tuesday statt, an dem in gleich 14 Bundesstaaten gewählt wird. Am Super-Dienstag geht es um rund ein Drittel aller Delegierten, die dann im Juli den Herausforderer oder die Herausforderin von Präsident Trump bestimmen werden.

AFP