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USA setzen eine Million Dollar auf Hinweise zu Bin-Laden-Sohn aus

Die US-Regierung hat eine Million Dollar (880.000 Euro) Belohnung auf Hinweise zum Aufenthaltsort eines Sohnes von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden ausgesetzt.

Hamsa bin Laden auf einem Foto der CIA

Hamsa bin Laden auf einem Foto der CIA

Die US-Regierung hat eine Million Dollar (880.000 Euro) Belohnung auf Hinweise zum Aufenthaltsort eines Sohnes von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden ausgesetzt. Hamsa bin Laden habe sich "zu einem der Anführer" des Terrornetzwerks entwickelt, erklärte das Außenministerium am Donnerstag in Washington. Die UNO setzte Hamsa bin Laden derweil auf ihre Sanktionsliste, Saudi-Arabien entzog ihm die Staatsbürgerschaft.

Die Belohnung werde für Hinweise gezahlt, die zum Aufspüren Hamsa bin Ladens führten, erklärte das US-Außenministerium. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, wonach dieser sich in Pakistan, Afghanistan, Syrien oder dem Iran versteckt halte. US-Geheimdienste sehen Hamsa bin Laden als eine aufsteigende Größe des globalen Dschihadismus.

Das Sanktionskomitee der Vereinten Nationen setzte Hamsa bin Laden am Donnerstag auf ihre Sanktionsliste. Damit werden seine Konten eingefroren und der bald 30-Jährige wird mit einem Reiseverbot belegt. Saudi-Arabien entzog ihm die Staatsbürgerschaft, nachdem am 22. Februar ein königliches Dekret dazu ergangen war, wie die staatliche Zeitung Umm Al-Kura am Freitag berichtete. Gründe wurden nicht genannt.

Hamsa Osama Mohammed bin Laden wurde nach UN-Angaben am 9. Mai 1989 in Dschiddah geboren. Er sei vom derzeitigen Al-Kaida-Führer Aiman al-Sawahiri im August 2015 offiziell in die Reihen von Al Kaida aufgenommen worden und werde als al-Sawahiris voraussichtlicher Nachfolger angesehen, erklärte die UNO.

Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden war 2011 von US-Sondereinsatzkräften in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt und getötet worden. Hamsa bin Laden ist das 15. von etwa 20 Kindern bin Ladens und Sohn von dessen dritter Frau.

In den vergangenen Jahren tauchte Hamsa bin Laden verstärkt in der Al-Kaida-Propaganda auf. So verbreitete das Terrornetzwerk zum 16. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 eine Fotomontage, die die Gesichter von Osama und Hamsa bin Laden in den Flammen des New Yorker World Trade Centers zeigt.

2015 rief Hamsa bin Laden die Dschihadisten in Syrien in einer Audiobotschaft zur Einheit auf, die zur "Befreiung Palästinas" führen werde. Im gleichen Jahr drohte er mit Anschlägen in den USA, Europa und aller Welt, um die Tötung seines Vaters zu rächen. Auch rief er zum Sturz der Monarchie in Saudi-Arabien auf, dem Heimatland seiner Familie.

Einer seiner Halbbrüder sagte im vergangenen Jahr der britischen Zeitung "Guardian", Hamsa bin Laden lebe möglicherweise in Afghanistan. Er sei mit der Tochter von Mohammed Atta verheiratet, dem Chef der Hamburger Terrorzelle. Atta war einer der Flugzeug-Attentäter vom 11. September 2001.

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Terror-Abwehrzentrums der US-Militärakademie West Point warnte der Experte Ali Soufan, Hamsa bin Laden werde darauf vorbereitet, "eine Führungsrolle in der von seinem Vater gegründeten Organisation einzunehmen". Angesichts des erwarteten Zusammenbruchs des von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ausgerufenen "Kalifats" in Syrien und im Irak habe Hamsa die besten Voraussetzungen, "die weltweite dschihadistische Bewegung zu einen".

"Während der IS kollabiert, werden zahlreiche von dessen Anhängern eine neue Flagge suchen, unter der sie kämpfen können", schrieb US-Experte Soufan. Vieles deute darauf hin, dass Hamsa bin Laden deren Anführer werden könne.

AFP

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