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Vapiano wird Insolvenz beantragen

Die Restaurantkette Vapiano wird wegen ihres drastischen Umsatzrückgangs in der Corona-Krise einen Insolvenzantrag stellen.

Pasta-Gericht

Pasta-Gericht

Die Restaurantkette Vapiano wird wegen ihres drastischen Umsatzrückgangs in der Corona-Krise einen Insolvenzantrag stellen. Der Vorstand des Unternehmens entschied, beim Amtsgericht Köln die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu beantragen, wie Vapiano in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Zudem werde geprüft, ob auch Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Vapiano-Gruppe gestellt werden müssten.

Die auf italienische Gerichte spezialisierte Restaurantkette hatte bereits vor zwei Wochen erklärt, durch die Corona-Krise zahlungsunfähig geworden zu sein. Damals hatte der Unternehmensvorstand aber noch angekündigt, er wolle prüfen, ob sich das Insolvenzverfahren innerhalb der geltenden Frist von drei Wochen noch abwenden lasse, etwa durch staatliche Hilfsprogramme in der Corona-Krise.

Nun teilte der Vapiano-Vorstand aber mit, keine Lösung für den zuletzt nochmals deutlich gestiegenen Liquiditätsbedarf gefunden zu haben. Dieser wurde in der Mitteilung auf zusätzlich rund 36,7 Millionen Euro beziffert. Vor allem habe keine abschließende Einigung mit den finanzierenden Banken sowie wesentlichen Aktionären erzielt werden können. Deshalb könnten auch keine Finanzmittel aus staatlichen Unterstützungsprogrammen beantragt werden.

Nach Angaben des Unternehmens sind die weltweit mehr als 230 Vapiano-Restaurants geschlossen. Die 2002 in Hamburg gegründete Kette ist schon seit längerem angeschlagen und hatte in der Vergangenheit wiederholt hohe Verluste verbucht - vor allem wegen hoher Expansionskosten.

AFP

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