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Venezolanische Justiz wirft Guaidó "Sabotage" der Stromversorgung vor

Wegen des landesweiten Stromausfalls in Venezuela nimmt die Justiz den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó ins Visier.

Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó

Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó

Wegen des landesweiten Stromausfalls in Venezuela nimmt die Justiz den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó ins Visier. Gegen den Oppositionspolitiker seien Ermittlungen wegen seiner "mutmaßlichen Beteiligung an der Sabotage des venezolanischen Elektrizitätssystems" eingeleitet worden, sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab am Dienstag in Caracas.

Guaidó hatte für Dienstag zu neuen Massendemonstrationen wegen der massiven Strompanne aufgerufen. Ab dem Nachmittag solle ganz Venezuela auf der Straße sein, sagte Guaidó, der angesichts der "Katastrophe" den "Alarmzustand" ausrief. Staatschef Nicolás Maduro forderte die Bürger seinerseits zum "aktiven Widerstand" auf.

Der linksnationalistische Präsident macht die Opposition und die USA für den seit fünf Tagen andauernden Stromausfall in der Hauptstadt Caracas sowie in 22 von 23 Bundesstaaten des Landes verantwortlich. Er sagte in der Nacht zu Dienstag, dahinter stecke eine Strategie von Guaidó, erneut "humanitäre Hilfe" aus dem Ausland für Venezuela zu rechtfertigen. Maduro sieht solche Hilfen als Vorwand für eine Militärintervention der USA an.

Guaidó will Maduro aus dem Amt drängen und Neuwahlen organisieren. Mehr als 50 Staaten, allen vor den USA, unterstützen ihn im Machtkampf gegen den Amtsinhaber.

AFP