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Verdi fordert Einbezug der Beschäftigten von Karstadt und Kaufhof bei Fusion

Die Gewerkschaft Verdi hat scharfe Kritik daran geübt, dass die Beschäftigten nicht in Pläne über eine Fusion der Warenhauskonzerne Karstadt und Galeria Kaufhof einbezogen werden.

Karstadt-Warenhaus in Trier

Karstadt-Warenhaus in Trier

Die Gewerkschaft Verdi hat scharfe Kritik daran geübt, dass die Beschäftigten nicht in Pläne über eine Fusion der Warenhauskonzerne Karstadt und Galeria Kaufhof einbezogen werden. Verdi und Beschäftigte erwarteten, "unverzüglich von den Eigentümern über die Planungen eines möglichen Zusammengehens der beiden Unternehmen informiert und in die Planungen einbezogen" zu werden, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Donnerstag. Gewerkschaft und Betriebsräte würden über die Zukunft der Beschäftigten im Unklaren gelassen.

Es gehe um die Zukunft von 20.000 Beschäftigten, fuhr Nutzenberger fort. Eine Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie die Tarifbindung für Kaufhof und für Karstadt seien "keine unerfüllbaren Forderungen". Die Eigentümer, die Handelskette HBC und die Signa Holding des österreichischen Investors René Benko, müssten ihrer sozialen Verantwortung nachkommen.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass die Banken einer Fusion der beiden Unternehmen zugestimmt hätten und somit nach monatelangen Verhandlungen der Weg für einen Zusammenschluss der beiden Ketten frei sei. Karstadt-Eigentümer Signa soll demnach die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. Wie die "SZ" unter Berufung auf Insider berichtete, könnte der Fusionsvertrag zwischen Signa und der Kaufhof-Mutter HBC bis Mitte September unterzeichnet sein.

Wie die Zeitung weiter berichtete, sollen wegen der desolaten Finanzsituation bei Kaufhof und HBC bei dem Warenhauskonzern etwa 5000 der knapp 20.000 Arbeitsplätze wegfallen. Eine Jobgarantie soll es demnach nicht geben. Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Kaufhof, Uwe Hoepfl, bezeichnete es als "skandalös, als Vertretung der Beschäftigten über Medien erfahren zu müssen, dass angeblich 5000 Stellen gestrichen werden sollen". Karstadt und Kaufhof gerieten zuletzt unter anderem wegen des wachsenden Online-Handels unter Druck.

AFP

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