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Vereinte Nationen lassen verletzte Huthi-Rebellen aus Jemen ausfliegen

Die Vereinten Nationen haben am Montag rund 50 verletzte Rebellen aus dem Bürgerkriegsland Jemen ausgeflogen.

Verletzte Rebellen am Flughafen Sanaa

Verletzte Rebellen am Flughafen Sanaa

Die Vereinten Nationen haben am Montag rund 50 verletzte Rebellen aus dem Bürgerkriegsland Jemen ausgeflogen. Die Huthi-Kämpfer verließen am Nachmittag den Flughafen der Hauptstadt Sanaa in einem von der UNO gecharterten Flugzeug, wie Flughafenmitarbeiter und UN-Vertreter mitteilten. Ziel des Fluges war das Nachbarland Oman, wo die Rebellen medizinisch behandelt werden sollen.

Die Evakuierung der Rebellen war von der UNO als vertrauensbildende Maßnahme zwischen den Bürgerkriegsparteien vermittelt worden. Der UN-Sondergesandte Martin Griffiths hatte sich bei der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz dafür stark gemacht, die Verletzten ausfliegen zu lassen.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten stützen im Bürgerkrieg die Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Die Huthi-Rebellen stützen sich auf Saudi-Arabiens Rivalen Iran. Sie beherrschen die Hauptstadt Sanaa. Der UN-Gesandte Griffiths will eine baldige Wiederaufnahme der Friedensgespräche erreichen.

Die medizinische Versorgung der verletzten Huthi-Kämpfer war einer der größten Streitpunkte bei Friedensgesprächen in Genf im September. Die Gespräche waren gescheitert, weil die Huthi-Vertreter sich weigerten, nach Genf zu reisen. Sie warfen der UNO vor, keine Garantien für die Rückkehr ihrer Delegation nach Sanaa sowie die Ausreise verletzter Rebellenkämpfer in den Oman gegeben zu haben.

AFP

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