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Von der Leyen will "Gorch Fock" rundum saniert auf die Weltmeere schicken

Die "Gorch Fock" soll im kommenden Jahr wieder als Segelschuldschiff der Bundeswehr in See stechen.

"Gorch Fock" im Dock in Bremerhaven

"Gorch Fock" im Dock in Bremerhaven

Die "Gorch Fock" soll im kommenden Jahr wieder als Segelschuldschiff der Bundeswehr in See stechen. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) entschied, die Sanierung des Schiffs trotz der enormen Kostenexplosion fortsetzen und bis Herbst 2020 abschließen zu lassen, wie ein Sprecher ihres Ministeriums am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Fertigstellung müsse aber "im Rahmen der im März vereinbarten Kostenvorgaben" erfolgen und dürfe damit die Summe von 135 Millionen Euro nicht übersteigen.

Ursprünglich waren für die Sanierung nur knapp zehn Millionen Euro vereinbart worden, die Kosten liefen dann aber völlig aus dem Ruder. Staatsanwalt und Polizei ermitteln wegen Korruptions- und Untreueverdachts rund um die Arbeiten und die damit beauftragte Elsflether Werft. Diese meldete zwischenzeitlich Insolvenz an.

Wegen der Kostensteigerungen hatte die Ministerin zuletzt offen gelassen, ob die "Gorch Fock" wie ursprünglich geplant rundum als Segelschulschiff saniert werden sollte. Die Alternative wäre gewesen, sie zu einem Museumsschiff umbauen zu lassen. Dies wäre billiger gekommen, weil das Schiff dann nicht auf Hochseetauglichkeit getrimmt werden müsste.

Den Ausschlag der Entscheidung von der Leyens gab letztlich das erfolgreiche Bestehen eines Testlaufs am Freitag. Der Rumpf des Segelschulschiffs war dabei zu Wasser gelassen und mehrere Stunden auf Stabilität und andere Eigenschaften getestet worden. Die Testergebnisse seien "nun die Basis, um die Sanierung durchzuführen", sagte der Ministeriumssprecher. Die Ministerin habe am Dienstagmorgen die Koalitionspartner über ihre Entscheidung informiert.

AFP