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Weinlese beginnt so früh wie noch nie

So früh wie noch nie hat am Montag in Rheinland-Pfalz die Weinlese begonnen. Gestartet wurde in Lörzweiler in Rheinhessen mit der Federweißerlese, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilte.

Weinlese begonnen

Weinlese begonnen

So früh wie noch nie hat am Montag in Rheinland-Pfalz die Weinlese begonnen. Gestartet wurde in Lörzweiler in Rheinhessen mit der Federweißerlese, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilte. Sprecher Ernst Büscher sprach von einem "sehr guten Ertrag" und zeigte sich zufrieden mit der Süße der Trauben. Der Federweißer ist ein noch unfertiger Wein mit geringem Alkoholgehalt, erste Flaschen sind ein paar Tage nach der Lese erhältlich.

Die Winzer gehören zu den Agrarbranchen, die trotz der diesjährigen Trockenheit in Deutschland derzeit noch mit einer guten Ernte rechnen. "Der Optimismus der Winzer ist da, weil die Trauben absolut kerngesund sind", sagte Büscher. Das sei gut für fruchtige Weine. Insgesamt sind die Trauben frühreif wegen des warmen Monats April, außerdem beschleunigte der heiße Sommer die weitere Reife zusätzlich. "Wir hatten noch nie so früh so süße Trauben."

Die Hauptweinlese beginnt deshalb in diesem Jahr zwei bis drei Wochen früher, wie das Weininstitut erklärt. Auch in der Pfalz und in Baden startet die Lese in den kommenden Tagen, parallel werden erste Trauben für die Sektherstellung eingebracht. Anders als im vergangenen Jahr rechnet das Weininstitut 2018 deshalb nicht mit einem Ernteminus.

Allerdings "sollte es bald nochmal regnen", sagte Büscher. Optimal sei ein "flächendeckender, intensiver Sommerregen", damit die Stöcke ihre Wasserreserven wieder auffüllen können. Einige Pflanzen müssten bereits bewässert werden, aus anderen würden Trauben herausgeschnitten, um die Stöcke zu entlasten.

In Deutschland macht das heiße und trockene Wetter vielen Landwirten zu schaffen. Auch die neue Woche startete mit hochsommerlichen Temperaturen, ab Mittwoch besteht Unwettergefahr.

AFP
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