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WHO nicht von China, sondern von eigenem Büro über erste Corona-Fälle informiert

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© © 2020 AFP
Laut einer überarbeiteten Darstellung des Ablaufs der Corona-Pandemie hat die Weltgesundheitsorganisation nicht von den chinesischen Behörden, sondern von ihrem eigenen Büro in der Volksrepublik

Laut einer überarbeiteten Darstellung des Ablaufs der Corona-Pandemie hat die Weltgesundheitsorganisation nicht von den chinesischen Behörden, sondern von ihrem eigenen Büro in der Volksrepublik erstmals von der neuartigen Infektion erfahren. In der Corona-Chronologie der WHO heißt es nun, das WHO-Büro in China habe am 31. Dezember die Information weitergeleitet, dass es laut der Website der Gesundheitskommission von Wuhan dort eine "virale Lungenentzündung" gebe.

Die WHO hatte eine erste Fassung der Chronologie am 9. April veröffentlicht und damit auch auf Kritik reagiert, sie habe zu spät auf die Corona-Infektionen reagiert. In dieser Ursprungsfassung hieß es lediglich, die Gesundheitskommission der Stadt Wuhan habe am 31. Dezember über Fälle von Lungenentzündung informiert. Wie diese Information die WHO in Genf erreichte, teilte die UN-Unterorganisation damals nicht mit.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am 20. April bei einer Pressekonferenz, der erste Bericht über Corona-Fälle sei aus China gekommen. Ob er von chinesischen Behörden oder einer anderen Quelle stammten, sagte Tedros nicht. Diese Angabe enthält nun die diese Woche überarbeitete WHO-Chronologie. Als Reaktion auf die Infektionsfälle forderte die WHO nach eigenen Angaben die chinesischen Behörden am 1. und am 2. Januar auf, Informationen dazu zu übermitteln. Dieser Bitte seien sie am 3. Januar nachgekommen.

US-Präsident Donald Trump hat der WHO wiederholt vorgeworfen, zu China-freundlich zu sein und nicht angemessen gegen das neuartige Coronavirus vorgegangen zu sein. Deswegen fror Trump zunächst die US-Zahlungen an die WHO ein und verkündete Ende Mai schließlich den Austritt seines Landes aus der UN-Unterorganisation.

Das neuartige Coronavirus hat sich in aller Welt ausgebreitet. Mittlerweile wurden fast elf Millionen Ansteckungen nachgewiesen, mehr als 522.000 Infizierte starben.

AFP

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