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Zahl der Neuinfektionen in den USA springt nach Thanksgiving auf neuen Höchstwert

Abschied von an Covid-19 Verstorbenem in New Mexiko
Abschied von an Covid-19 Verstorbenem in New Mexiko
© © 2020 AFP
Nach dem von vielen Familienfeiern und Reisen geprägten Thanksgiving-Wochenende ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA auf einen neuen Höchststand gesprungen.

Nach dem von vielen Familienfeiern und Reisen geprägten Thanksgiving-Wochenende ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA auf einen neuen Höchststand gesprungen. Binnen 24 Stunden wurden landesweit mehr als 210.000 neue Fälle und damit so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie registriert, wie die Johns-Hopkins-Universität am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte. Das US-Unternehmen Moderna kündigte derweil an, im ersten Quartal 2021 bis zu 125 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs produzieren zu wollen.

Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit. Insgesamt verzeichneten die Vereinigten Staaten bereits mehr als 14,1 Millionen Corona-Fälle. Trotz der dramatischen Lage und der Warnungen von Experten sind unzählige US-Bürger rings um Thanksgiving für traditionelle Familien-Zusammenkünfte quer durchs Land gereist.

In der Folge kommt es nun offenbar zu den von Experten befürchteten drastischen Anstieg der Ansteckungen. Am Donnerstag stieg nicht nur die Zahl der Neu-Infektionen auf einen Rekordwert, auch die Zahl der Toten erreichte mit 2907 einen der höchsten bisher gemeldeten Werte. Insgesamt starben in den USA bereits mehr als 276.000 Infizierte.

Die Hoffnung der USA liegen wie auch im Rest der Welt nun auf den im Zulassungsverfahren befindlichen Impfstoffen. Das US-Pharmaunternehmen Moderna kündigte an, im ersten Quartal des kommenden Jahres 100 bis 125 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs produzieren zu wollen. Der Großteil davon - zwischen 85 und 100 Millionen Impfdosen - sei für die USA bestimmt. Insgesamt sollten 2021 voraussichtlich zwischen 500 Millionen bis zu eine Milliarde Dosen produziert werden.

Bereits bis zum Ende dieses Jahres will Moderna nach eigenen Angaben 20 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs herstellen. Das Pharmaunternehmen hatte am Montag die Notfallzulassung seines Impfstoff-Kandidaten in den USA und Europa beantragt. Dieser hat klinischen Studien zufolge eine Wirksamkeit von über 94 Prozent. Laut neuen Untersuchungen des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) bietet er eine mindestens dreimonatige Immunität.

Der Impfstoff für alle anderen Länder außer den USA soll in der Schweiz produziert werden. Die EU-Kommission hat mit Moderna vereinbart, dass bei einer Zulassung zunächst 80 Millionen Impfstoffdosen geliefert werden und weitere 80 Millionen, "wenn die Notwendigkeit besteht".

Auch der Mainzer Impfstoffentwickler Biontech und sein US-Partner Pfizer haben bereits Notfallzulassungen ihres Corona-Impfstoffs in den USA und Europa beantragt. Sie wollen nach eigenen Angaben bis zu 50 Millionen Dosen noch in diesem Jahr und bis zu 1,3 Milliarden Dosen bis Ende 2021 bereitstellen.

Eine Entscheidung über die Zulassung der Impfstoffe in den USA soll noch im Dezember fallen, in der Europäischen Union wird sie spätestens im Januar erwartet.

AFP

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