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Zehntausende bei Großdemonstration von Italiens Demokratischer Partei in Rom

Die linksbürgerliche Demokratische Partei Italiens (PD) hat nach ihrer verheerenden Wahlniederlage im Frühjahr zehntausende Anhänger unter dem Motto "Italien hat keine Angst" in Rom auf die Straße

Parteichef Maurizio Martina spricht zur Menge

Parteichef Maurizio Martina spricht zur Menge

Die linksbürgerliche Demokratische Partei Italiens (PD) hat nach ihrer verheerenden Wahlniederlage im Frühjahr zehntausende Anhänger unter dem Motto "Italien hat keine Angst" in Rom auf die Straße gebracht. Vor zehntausenden Demonstranten auf der Piazza del Popolo (Platz des Volkes) geißelte der frühere Parteichef und Ex-Regierungschef Matteo Renzi am Sonntag in seiner Ansprache die Mitglieder der Regierung aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtsextremen Lega als "verantwortungslose Taugenichtse".

Der derzeitige PD-Chef Maurizio Martina sagte in seiner Rede, die Regierungskoalition sei "besessen von der Idee, einen Feind zu finden statt eine Lösung". Unter den "Einheit, Einheit"-Rufen der Menge fügte er hinzu: "Wir brauchen eine neue Partei für eine neue Linke." Die Demokratische Partei, die von 2013 bis 2018 regierte, befindet sich seit einigen Jahren im Niedergang. Bei der Parlamentswahl im März kam sie nur noch auf 18,7 Prozent der Stimmen, woraufhin Renzi auch als Parteivorsitzender zurücktrat.

Sein Amt als Ministerpräsident hatte Renzi bereits im Dezember 2016 niedergelegt. Er reagierte damit auf das Ergebnis des Verfassungsreferendums, mit dem er versucht hatte, das Kräfteverhältnis zwischen den beiden Parlamentskammern zugunsten des Abgeordnetenhauses zu verschieben. Das Vorhaben scheiterte damals mit 59 Prozent Gegenstimmen.

Renzi bleibt allerdings der starke Mann der Partei und die PD-Führung wird von seinen Getreuen dominiert. An der Basis mehren sich mittlerweile die Stimmen, die einen Neuanfang an der Parteispitze fordern. Meinungsumfragen sehen die PD derzeit bei nur noch 16 Prozent.

AFP
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