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Zehntausende Demonstranten in Hongkong setzen Proteste im neuen Jahr fort

Am Neujahrstag sind in Hongkong erneut zehntausende Demokratie-Aktivisten auf die Straße gegangen.

Zehntausende Demonstranten in Hongkong setzen Proteste fort

Zehntausende Demonstranten in Hongkong setzen Proteste fort

Am Neujahrstag sind in Hongkong erneut zehntausende Demokratie-Aktivisten auf die Straße gegangen. Die Demonstranten versammelten sich im Victoria Park, um im Anschluss durch das Touristen- und Einkaufsviertel Causeway Bay in das Geschäftsviertel Central zu ziehen. "Es ist traurig, dass unsere Forderungen aus dem Jahr 2019 auf das Jahr 2020 übertragen werden müssen", sagte Jimmy Sham, der die Civil Human Rights Front (CHRF) anführt.

Die Dachorganisation CHRF hatte die Kundgebung organisiert. "Wir erwarten weitere Repressionen. Wir müssen uns aktiv auf den Kampf vorbereiten", rief Sham der Menschenmenge zu.

Die Neujahrskundgebung war von den Behörden zugelassen worden. An einigen Stellen der vorgesehenen Protestroute waren Polizisten in Schutzausrüstung postiert. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurde ein Dutzend Demonstranten von den Beamten angehalten und durchsucht.

In der Silvesternacht war es am Rande von friedlichen Protesten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Einige Protestierende setzten Barrikaden in Brand. Die Beamten gingen mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Aktivisten vor.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone hatten vor knapp sieben Monaten Massenproteste gegen die pekingtreue Führung begonnen, die teilweise in Gewalt umschlugen. Bei den Kommunalwahlen im November hatte Regierungschefin Carrie Lam zwar ein Debakel erlebt, dennoch gibt es weder bei ihr noch in Peking Anzeichen für Zugeständnisse an die Demokratiebewegung. Zu den zentralen Forderungen bei den Protesten zählen die Freilassung der inzwischen rund 6500 festgenommenen Demonstranten und das Recht zur Wahl des Regierungschefs.

AFP
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