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Zwei führende katalanische Unabhängigkeitsbefürworter im Hungerstreik

Zwei der inhaftierten Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung sind am Samstag in den Hungerstreik getreten.

Die Inhaftierten bei einem Hofgang im Lledoners-Gefängnis

Die Inhaftierten bei einem Hofgang im Lledoners-Gefängnis

Zwei der inhaftierten Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung sind am Samstag in den Hungerstreik getreten. Der ehemalige Minister Jordi Turull und der Ex-Vorsitzende der Organisation Nationale Katalanische Versammlung, Jordi Sánchez, wollten damit auf ihr Schicksal aufmerksam machen, sagte ihr Anwalt Jordi Pina vor Journalisten in Barcelona.

In einer Erklärung warfen die beiden Inhaftierten dem spanischen Verfassungsgericht vor, ihr Berufungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu blockieren.

Ob sich die anderen fünf im nördlich von Barcelona gelegenen Gefängnis von Lledoners inhaftierten Anführer dem Hungerstreik anschließen würden, konnte Pina nicht sagen. Der Prozess gegen insgesamt 18 Katalanen soll Anfang kommenden Jahres in Madrid beginnen. Die Anklage fordert bis zu 25 Jahre Haft für die katalanischen Unabhängigkeitspolitiker.

Der Streit um die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens war im Oktober 2017 eskaliert, als der ehemalige Regionalpräsident Carles Puigdemont ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Referendum organisierte. Nach der Abstimmung rief die Regionalregierung einseitig Kataloniens Unabhängigkeit aus.

Die spanische Regierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy setzte daraufhin Puigdemont, der mittlerweile in Belgien im Exil lebt, und sein Kabinett kurzerhand ab.

AFP