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Zwei Israelis bei Angriff im Westjordanland getötet

Ein Palästinenser hat am Donnerstag zwei Israelis in der Nähe einer israelischen Siedlung im besetzten Westjordanland getötet.

Ort des Vorfalls im Westjordanland

Ort des Vorfalls im Westjordanland

Ein Palästinenser hat am Donnerstag zwei Israelis in der Nähe einer israelischen Siedlung im besetzten Westjordanland getötet. Mindestens zwei weitere Menschen seien bei dem Angriff mit einer Schusswaffe an einer Bushaltestelle nördlich von Jerusalem verletzt worden, teilte die israelische Armee am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Ein Armeesprecher wollte Informationen nicht bestätigen, wonach die beiden Getöteten Soldaten waren.

Der Vorfall ereignete sich an einer großen Straße, die das Westjordanland von Norden nach Süden durchläuft. Nach Armeeangaben stieg der "Terrorist" aus seinem Fahrzeug aus und schoss in Richtung von Soldaten und Zivilisten, die an der Bushaltestelle warteten. In der Nähe des Tatorts befindet sich auch die israelische Siedlung Ofra.

Nach dem Angriff riegelten israelische Soldaten die Stadt Ramallah im Westjordanland ab, wo die Palästinensische Autonomiebehörde ihren Sitz hat. Ein Armeesprecher sagte, der Angreifer sei mit einem Auto Richtung Ramallah geflohen, deshalb seien alle Ein- und Ausfahrten der Stadt gesperrt worden. Die israelische Armee schickte den Angaben zufolge zudem mehrere zusätzliche Infanteriebataillone in das Palästinensergebiet.

Es war mindestens der dritte Angriff mit Schusswaffen im Westjordanland innerhalb von drei Monaten. Am Donnerstag stach zudem ein Angreifer in der Altstadt von Jerusalem auf zwei israelische Sicherheitskräfte ein und wurde anschließend erschossen.

Zu den beiden jüngsten Angriffen bekannte sich der bewaffnete Arm der radikalislamischen Hamas. Für Israel werde es im Westjordanland "weder Sicherheit noch Stabilität" geben, erklärten die Essedin-al-Kassam-Brigaden.

Nur wenige Stunden zuvor hatte die israelische Armee die Tötung von zwei Palästinensern bekanntgegeben, die im Westjordanland tödliche Angriffe mit Schusswaffen verübt haben sollen. Die Essedin-al-Kassam-Brigaden bestätigten den Tod der beiden "Kämpfer".

AFP
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