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Zwei türkische Soldaten bei Luftangriff in syrischer Provinz Idlib getötet

Bei einem Luftangriff im umkämpften Nordwesten Syriens sind am Donnerstag zwei türkische Soldaten getötet worden.

Rauch in der Nähe einer der türkischen Beobachtungsposten in Idlib

Rauch in der Nähe einer der türkischen Beobachtungsposten in Idlib

Bei einem Luftangriff im umkämpften Nordwesten Syriens sind am Donnerstag zwei türkische Soldaten getötet worden. Fünf weitere Soldaten seien verletzt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium im Onlinedienst Twitter mit. Ankara erklärte, es habe Vergeltungsmaßnahmen für den Angriff in der Provinz Idlib eingeleitet.

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan warf der syrischen Regierung von Machthaber Baschar al-Assad vor, für den Tod der beiden Soldaten verantwortlich zu sein. Die Soldaten seien vom "Regime angegriffen" worden, schrieb Fahrettin Altun auf Twitter.

Kurz zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium die Türkei aufgefordert, die Unterstützung von "Terroristen" einzustellen. Russische Kampfflugzeuge hätten Luftangriffe gegen bewaffnete Gruppen geflogen, die von Ankara unterstützt werden, teilte das Ministerium weiter mit.

Seit Anfang Februar haben mehrere Angriffe auf türkische Streitkräfte zu deutlichen Spannungen zwischen Russland und der Türkei geführt. Erdogan forderte die syrischen Regierungstruppen auf, sich bis Ende des Monats hinter die militärischen Beobachtungsposten der Türkei in Idlib zurückzuziehen.

Die syrische Armee hingegen geht seit Dezember mit Unterstützung Moskaus militärisch gegen die überwiegend islamistischen und dschihadistischen Milizen in der Provinz Idlib vor. Assad will die Region wieder unter seine Kontrolle bringen. Die Türkei steht auf Seiten der Gegner Assads, die ihre letzte Hochburg in dem Bürgerkriegsland verteidigen wollen.

Seit Anfang Dezember sind nach Angaben der UNO rund 900.000 Menschen aus dem umkämpften Gebiet geflohen.

AFP