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Zweifel an Darstellung zu Angriff auf US-Schauspieler Smollett

Die US-Polizei hat offenbar Zweifel, dass der Schauspieler Jussie Smollett ("Empire") Opfer einer homophoben und rassistischen Attacke wurde.

Jussie Smollett im Mai 2017

Jussie Smollett im Mai 2017

Die US-Polizei hat offenbar Zweifel, dass der Schauspieler Jussie Smollett ("Empire") Opfer einer homophoben und rassistischen Attacke wurde. Ein Sprecher der Polizei von Chicago erklärte am Sonntag, die Ermittlungen hätten sich nach dem Verhör zweier zwischenzeitlich Festgenommener "verschoben". Der offen schwule afroamerikanische US-Schauspieler solle jetzt erneut befragt werden.

Zwei Tage vorher hatte die Polizei zwei "potenzielle Verdächtige" wieder freigelassen, ohne Anschuldigungen gegen sie zu erheben. US-Medien berichten, die Attacke sei womöglich nur inszeniert worden.

Der 36-jährige Star der Fernsehserie "Empire" war nach eigenen Angaben Ende Januar in der Innenstadt von Chicago von zwei Unbekannten angegriffen worden. Die Angreifer sollen demnach rassistische und homophobe Beleidigungen gebrüllt, Smollett geschlagen und ihm einen Strick um den Hals gelegt haben. Zudem sollen sie ihn mit einer "unbekannten chemischen Flüssigkeit" übergossen haben.

Die Polizei leitete Ermittlungen wegen eines möglichen "Hassverbrechens" ein. Der Vorfall löste in den USA Entsetzen aus, Vertreter der Filmbranche, aber auch Politiker zeigten sich empört.

Später wurden zwei Verdächtige festgenommen. Bei ihnen soll es sich laut Medienberichten um zwei Brüder handeln, von denen einer für "Empire" arbeitete. Smollett selbst gab vergangene Woche im Fernsehsender ABC ein Interview, in dem er Details des angeblichen Angriffs beschrieb und sich wütend über Zweifel an seiner Darstellung zeigte.

AFP
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