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Zweithöchste Lawinenwarnstufe für bayerische Alpen ausgerufen

Nach den starken Schneefällen in Bayern ist für die Alpen die zweithöchste Lawinenwarnstufe ausgerufen worden.

Zweithöchste Lawinenwarnstufe für bayerische Alpen ausgerufen

Zweithöchste Lawinenwarnstufe für bayerische Alpen ausgerufen

Nach den starken Schneefällen in Bayern ist für die Alpen die zweithöchste Lawinenwarnstufe ausgerufen worden. "Es herrscht große Lawinengefahr in den bayerischen Alpen", erklärte der Lawinenwarndienst Bayern am Sonntag. "Das Hauptproblem stellt die enorme Auflast des Neuschnees auf die instabile Altschneedecke dar."

Die Lawinengefahr wurde auf der fünfstufigen Skala mit der zweithöchsten Kategorie angegeben. "Aus neuschneereichen und triebschneebeladenen Einzugsgebieten aller Expositionen ist mit der Selbstauslösung von Lockerschnee- und Schneebrettlawinen zu rechnen, die in der Sturzbahn auf tiefere Schichten durchschlagen und damit große Ausmaße erreichen können", erklärte der Lawinenwarndienst.

Exponierte Verkehrswege könnten betroffen sein. Auch Skifahrer wurden gewarnt, Triebschneeansammlungen zu meiden, da sie dort "sehr leicht" Lawinen auslösen könnten.

Am Samstag war eine junge Frau bei einer Skitour auf dem Teisenberg in Oberbayern von einer Lawine erfasst und getötet worden. Ihre fünf Begleiter blieben unversehrt und setzten einen Notruf ab. Die alarmierten Rettungskräfte konnten die Frau nach Polizeiangaben zwar schnell finden, ihre Wiederbelebungsversuche blieben aber erfolglos.

Auch der Deutsche Wetterdienst warnte am Sonntag vor einer großen Lawinengefahr in den bayerischen Alpen. "Innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums kamen besonders in den bayerischen Alpen erhebliche Neuschneemengen zusammen", erklärte der Deutsche Wetterdienst. "Damit steigt dort aber auch das Gefahrenpotential durch Lawinen."

Die europäische Lawinengefahrenskala beginnt bei der Stufe 1 (geringe Gefahr) und endet bei Stufe 5 (sehr große Gefahr). "Ist die Stufe 4 aktiv, muss mit großer Gefahr gerechnet werden", erläuterte der Deutsche Wetterdienst.

AFP

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