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Konsum, Baby-Tausch und Trump: Diese Themen stehen in der Dezember-Ausgabe der Nido

Wie wir unseren Kinder guten Konsum beibringen | Ein Paar zieht los und kommt als Familie zurück | Wie aus dem kleinen Donald der Trump wurde | Baby-Tausch: Stillst du meins, still ich deins! | Videospiele, die nicht doof machen u.v.m.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir fanden ihn an einer Autobahnraststätte: einen überfahrenen, grellblauen Stoffbären ohne Beine, tropfend nass, sehr schmutzig. Der Bauch war aufgerissen, die Musikbox im Inneren zersplittert. Kurzum: Das Ding gehörte in den Müll. Es fuhr aber, in einer leeren Haribo-Tüte vor sich hin stinkend, rund 600 Kilometer mit uns nach Hause. Wurde dort gewaschen und geflickt, bekam eine neue Musikbox und einen Namen: Oscar.

Meine kennen den Begriff der Nachhaltigkeit noch nicht. Aber immer wenn ich an ihrer unfassbaren Konsumsucht zu verzweifeln drohe ("Ich will den Elsa-Bademantel, JETZT!"), dann erinnere ich sie an das Prinzip Oscar: nicht sofort wegschmeißen, was nicht perfekt ist. Dinge pflegen, die man hat. Sachen machen, anstatt sie nur zu besitzen. Darum dreht sich auch die Titelgeschichte in dieser Ausgabe: "Kauf mir das!" heißt sie. Der Satz zählt wohl zu den Top Ten der nervtötendsten Sprüche unserer Kinder. Wie man sie vom Haben zum Sein verführen kann, lesen Sie in der neuen Nido.

Nur fünf Euro wollten Gwen Weisser und Patrick Allgaier pro Tag ausgeben: Das Paar ist per Anhalter um die Welt gereist, drei Jahre lang, 100.000 Kilometer weit. Unterwegs wurden sie Eltern – Bruno kam in Mexiko zur Welt. Das mit den fünf Euro täglich hat dann nicht mehr ganz geklappt. Trotzdem leben sie auch als Familie nach dem Motto: "Wer viel hat, trägt auch viel Gepäck." Dem kleinen Bruno muss man das Prinzip Oscar wohl nicht erklären. Viel Vergnügen beim Lesen!

Die neue Ausgabe ist ab Freitag, 15. Dezember, im Handel.