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Lust auf Familie: Diese Themen stehen in der April/Mai-Ausgabe der Nido

„Mama, leg das Handy weg!“: Wie man seinen Smartphone-Konsum in den Griff bekommt +++ Drei Eltern und ein Baby +++ Genial lecker: die Lieblingsrezepte von Fellini, Nietzsche & Co. +++ Sind an Neurodermitis wir Eltern schuld? +++ Anna Loos über ihre Jugend, Rebellion und Elternsorgen +++ Das Leben nach der Babypause: Welcher Job ist der richtige? +++ Mit Kinderwagen und Interrail durch Europa

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in unserem an Konflikten sowieso nicht ganz armen Haushalt ist das Handy inzwischen das Most Hated Object. Mein Mann hat das Handy, ich den Hass. Denn er liebt es so sehr, dass es immer bei ihm ist. Beim Essen und beim Schlafen, beim Reden und beim Fernsehen. Ich weigere mich, eifersüchtig auf ein Teil zu sein, das selbst die simpelsten Aufgaben nicht kann – trösten, Wurstbrot verfüttern, den verlorenen Affi wiederfinden... Und halte es daher für verirrt, dem Smartphone eine Bedeutung in der Familie zu geben, die über schlichte Kommunikation hinausgeht.  Denn in Wahrheit sind Smartphones ja die Killer jeder echten Kommunikation (abgesehen von den lebenswichtigen Whatsapps, die ich täglich mit meiner Schwester wechsle, aber das ist etwas ganz anderes).

Wie soll ein Kind die Magie zwischen Menschen kennenlernen, die einander ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, wenn Papa und Mama dauerzerstreut aufs Telefon starren? Wie glaubwürdig sind wir wohl, wenn wir von Kindern verlangen, konzentriert bei einer Sache zu bleiben – wir das selbst aber keine drei Minuten durchhalten? „Der durchschnittliche Handy-Konsum eines Erwachsenen liegt bei mehr als zwei Stunden täglich.“ Wir verbringen so viel Zeit mit unseren Kindern wie keine Generation zuvor – wir sind da, und doch weit weg. Tun alles gleichzeitig und nichts so richtig. Was das mit Kindern macht, darüber hat NIDO-Autor Peter Praschl die Titel-Story geschrieben (S. 74). Sein Rat: Lasst einfach mal stecken, Eltern!

Ihre Emails mit Kritik, Ideen und Vorschlägen versuche ich von jetzt an nicht mehr auf dem Spielplatz zu lesen. boemelburg.helen@nido.de

Helen Bömelburg, Leitende Redakteurin

Die neue Ausgabe ist ab sofort im Handel erhältlich.