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Familienleben: Blog der Woche: Mama hat jetzt keine Zeit

Katharina lebt mit Mann und Kind in der Westschweiz und bloggt bei "Mama hat jetzt keine Zeit".

Diese Woche: Katharina und Mama hat jetzt keine Zeit

Wer bist du?

Ich bin Katharina, 42 Jahre alt, bin ursprünglich Soziologin und arbeite selbständig im Homeoffice als Online-Journalistin, Texterin und Übersetzerin aus dem Französischen ins Deutsche. Seit über zwanzig Jahren lebe ich mit meinem Lebensgefährten – im Blog erscheint er als „Langer“ – und unseren Katzen in der Westschweiz. Seit Ende 2009 begleitet uns „Kurzer“, unser Sohn, die Kirsche auf dem Kuchen unseres Lebens.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Über viele Umwege. Als ich etwa 1993 das erste Mal Kontakt mit dem Internet hatte, war ich sofort fasziniert. Ich habe ganze Nächte im Rechnerraum der Uni verbracht und gehofft, am anderen Ende des Bildschirms jemanden zu erreichen. Internet ist für mich Kommunikation und dafür nutzte und nutze ich es grösstenteils. Ich habe viel Zeit im Newsnet verbracht und dort mit anderen echten Menschen kommuniziert. Die Möglichkeiten, die die Vernetzung von Millionen von Menschen bieten, lassen mich noch heute sprachlos. Newsnet und Internetforen sind einfach sehr flüchtig, die Diskussionen ändern ihre Richtung oder arten aus und wenn man mal ein paar differenzierte Gedanken formuliert hat, ist die Diskussion an einem ganz anderen Punkt angelangt.

Mama hat jetzt keine Zeit“ habe ich angefangen, als Kurzer etwa dreiviertel Jahre alt war. Ich suchte nach einer Möglichkeit, gewisse Gedanken auch mal differenzierter und gründlicher auszuführen und später darauf Bezug nehmen zu können. Das Blog ist dafür ideal geeignet.

Um was geht es in deinem Blog?

Ums Netz, das Vernetzen, Attachment parenting, Erziehungsthemen, auch mal Persönliches, Gedanken zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Elternschaft und Emanzipation, und zahlreiche aktuelle Themen aus dem Umkreis von Familien- und Sozialpolitik (zwangsläufig etwas „schweizlastig“). Und da ich viel lese – Ratgeber und Kinderbücher – nutze ich das Blog auch für Buchbesprechungen, wenn mir etwas davon gefällt. In der Rubrik „Nachgeforscht“ versuche ich, Studien, die in der Presse oft verfälscht oder unzulässig vereinfacht dargestellt werden, allgemein verständlich zu erklären.

Wen könnte das interessieren?

Ich war ja irgendwie erstaunt, dass sich überhaupt jemand ausser meiner Mutter für meine Texte interessiert.

Viele meiner Leserinnen sind berufstätige oder sonst aktive Mütter, aber ich jage natürlich niemanden fort.

Was hat dein Blog, was andere nicht haben?

Ich habe absolut keine Ahnung! Dafür hat es etwas nicht, was andere haben: Basteln und Rezepte.

Wie oft sollte ich reinschauen?

Ich poste sehr unregelmässig, manchmal wochenlang nichts und manchmal mehrere Artikel innerhalb einer Woche. Am besten abonniert man den RSS-Feed, dann ist man auf dem Laufenden.

Lieblingseintrag aus deinem Blog, den du anderen besonders ans Herz legst?

Meine beiden persönlichsten Texte habe ich unter „Erfahrungsberichte“ abgelegt. Es sind

Babys machen

und

Die Angst einer Mutter

Daneben gibts aber Queerbeet zahlreiche Artikel aus verschiedenen Bereichen. Den hier (ebenfalls ein Erfahrungsbericht) finde ich heute noch witzig.

Welche Blogs liest du denn gerne?

Es gibt so viele, die meisten wurden hier auch schon erwähnt oder waren selber schon Blog der Woche.

Von den weniger bekannten liegen mir die hier sehr am Herzen:

Ich fühle mich fast schlecht, wenn ich all die anderen tollen, geistreichen, eloquenten, schönen, spannenden und lehrreichen Blogs in meinem Feedreader ignorieren muss.