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Familienleben: Vaterschaftstest für alle

Ludger Pütz, seines Zeichens Vaterrechtler, ist der Meinung, ein obligatorischer Vaterschaftstest bei jeder Geburt würde vielen ein Drama ersparen. Ist das so?

Ein Vaterschaftstest erspart vielen ein Drama“ titelte die Welt in der letzten Woche mit einem Zitat aus ihrem Interview mit dem „Kuckucksvater“ und selbst ernannten „Vaterrechtler“ Ludgar Pütz.

Ludger Pütz, Gründer des Kuckucksvaterblogs, ist der Meinung, ein obligatorischer Vaterschaftstest nach der Geburt würde vieles erleichtern, schließlich wüsste er als Vater gleich, woran er sei, bzw. ob er überhaupt als Vater für sein Neugeborenes in Frage käme. Es hat ihn selbst kalt erwischt, 2011 hat er erfahren, dass sein Kind nicht sein eigenes ist. Es ist also vielleicht verständlich, dass er so denkt.

Aber müssen wir jetzt wegen seines Einzelschicksals alle dran glauben? Muss ich mich als Frau mit einer solchen Regelung unter Generalverdacht stellen lassen, meinen Partner zu betrügen, weil es bei ein paar Männern vielleicht schief gelaufen ist?

Und wie soll so ein obligatorischer Test ablaufen? Stehen im Kreißsaal bereits Stäbchen für die Speichelproben bereit, um uns Frauen zum einen direkt und unmissverständlich klar zu machen: Euch Frauen ist sowieso nicht zu trauen und werden Väter zukünftig die frisch geborenen Babys erst nach einem erfolgreich abgeschlossenen DNA-Test als ihr eigenes Kind anerkennen und auf den Arm nehmen?

Wer führt die Tests durch? Und wann?
Und was passiert wenn ich mich weigere, Pfoten weg von meinem Kind!

Und wer bezahlt die Tests denn eigentlich? Das Paar? Die Krankenkasse?

Was sagen die Männer dazu? Vertrauen Sie Ihrer Frau? Ist der Test eine gute Idee oder Schwachsinn?
Und was sagen die Frauen dazu?