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Familienleben: Wenn bei Dreien einer zu viel ist

Durch die Reproduktionsmedizin steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, Zwillinge, Drillinge oder gar Vierlinge zu bekommen. Mediziner bieten eine Reduktion an: die Abtreibung eines einzelnen Embryos.

Text: Mareen Linnartz | Foto: Krista van der Niet

Sie weiß nicht mehr, ob es ein schöner oder scheußlicher Tag war, die Sonne schien oder es regnete. Haben sie und ihr Mann noch gefrühstückt? Sie kann sich nicht mehr erinnern, nicht an das Datum, nicht, ob ihr Mann danach mit ihr nach Hause gefahren oder einfach arbeiten gegangen ist. Worüber sie gesprochen haben nach dem Eingriff? „Tut mir leid“, sagt Carolin Möller, zuckt mit den Schultern, „es ist wie weggelöscht.“ Sie sitzt auf ihrem schwarzen Sofa, sehr aufrecht, und findet keine Antworten.

Viele Frauen, die eine Abtreibung hinter sich haben, erinnern sich noch Jahre später wie in Zeitlupe an die Geschehnisse von damals. Die Macht der Erinnerung ist stärker als der Wille zur Verdrängung. Sie wissen, welche Kleidung sie anhatten. Wie das Wetter war. Was sie fühlten. Sie können es nicht vergessen. Bei Carolin Möller, die in Wirklichkeit einen anderen Namen hat, ist das anders. Denn in ihrer Wahrnehmung hat sie in erster Linie kein Kind abgetrieben.

Sondern zwei anderen Kindern ein gesundes Leben ermöglicht.

Und darum wird es in dieser Geschichte gehen: dass Dinge oft nicht so einfach sind, wie sie erscheinen. Und dass es im Auge des Betrachters liegt, wie man sie beurteilt.

Der Tag, um den es geht, ist also irgendwann im Spätsommer vor fünf Jahren. Carolin Möller fährt in die gleiche Kinderwunschklinik, in der sie sich noch wenige Wochen zuvor drei befruchtete Eizellen hat einsetzen lassen. In der kurz danach auf dem Ultraschallbild drei Herzen schlagen, drei Mal werdendes Leben, zu dem sie der behandelnde Arzt nicht beglückwünscht. Er schweigt lange. Räuspert sich dann. Erzählt von einer drohenden Frühgeburt bei diesem Befund, schwerwiegenden Behinderungen. Und nimmt dann das Wort in den Mund, das wie eine harmlose technische Korrektur ihrer beginnenden Schwangerschaft klingt, und doch für einen massiven Eingriff steht: Reduktion.

Das gezielte Töten eines Embryos, um aus einer sehr risikobehafteten Drillingsschwangerschaft eine deutlich weniger risikobehaftete Zwillingsschwangerschaft zu machen.

Sie liegt an dem Spätsommertag im Behandlungsraum.

Bekommt ein Beruhigungsmittel, dämmert weg. „Es war in der zehnten Woche, ich wollte es früh machen lassen. Wenn man noch keine Händchen, Füßchen erkennen kann. Wenn man nur Klumpen sieht.“ Reduktion ist vielleicht das düsterste Kapitel der Reproduktionsmedizin. In einer vom Machbarkeitswillen getriebenen Wunschkindindustrie ist sie die unbekannte Maßnahme beim Betriebsunfall, der eigentlich nicht passieren soll, aber doch hin und wieder eintritt. Allein wer sich nur einer Hormontherapie unterzieht, erhöht immens die Chancen, Mehrlinge, also Zwillinge, Drillinge oder gar Vierlinge zu bekommen. Wer sich für eine künstliche Befruchtung aus dem Reagenzglas entscheidet, für den steigt die Wahrscheinlichkeit dafür um ein Zwanzigfaches.

In Deutschland ist laut Embryonenschutzgesetz nur das Einsetzen von maximal drei befruchteten Eizellen zulässig, die aber nur in Ausnahmefällen der PID, also der Präimplantationsdiagnostik, unterzogen werden dürfen. Seit 2004 werden außerdem nur noch bis zu drei Versuche von den gesetzlichen Krankenkasse zu Hälfte bezuschusst – die Frau darf dabei nicht älter als vierzig sein. Ein Versuch kostet rund 3200 Euro.

Diese Gemengelage führt dazu, dass sich manche Paare dafür entscheiden, mehr als zwei Eizellen einzusetzen, weil das Geld knapp wird, die Zeit davonläuft – auch wenn Ärzte oft davon abraten.

Bei Carolin Möller war es der dritte Versuch nach zwei erfolglosen. „In der Kinderwunschklinik sagte man mir, die Wahrscheinlichkeit, dass sich alle drei Embryonen entwickeln würden, liege bei unter zehn Prozent.“ Es ist ein Risiko, das sie eingehen will. Ein anderes will sie später nicht mehr eingehen: auch alle drei sich entwickelnden Eizellen auszutragen. Sie sieht die Zahlen dazu, sie erscheinen ihr monströs: Im Vergleich zu nur einem Kind haben Drillinge beispielsweise etwa ein fünfzigmal so hohes Risiko, durch einen Hirnschaden gelähmt zu sein; bei Zwillingen ist es nur noch acht Mal so hoch. Eine Reduktion durchzuführen, ist für Carolin Möller keine Frage der Moral, sondern ein Abwägen von Wahrscheinlichkeiten, und so erscheint der Eingriff an sich auch nur als ein weiterer Kostenfaktor. „2000 Euro waren das noch mal. Aber wir wussten: Drillinge, das packen wir nicht.“

Vielleicht muss man doch kurz beschreiben, was dieser Eingriff genau bedeutet. Die Reduktion ist, sofern sie vor der zwölften Woche vorgenommen wird, meistens ein Akt der Willkür. Russisch Roulette im Mutterleib, vorgenommen an – je nach Sichtweise – Embryonen oder Kindern, die einmal sehr erwünscht waren und die möglicherweise vollkommen gesund sind. Wie bei der Fruchtwasseruntersuchung sticht der Arzt mit einer Nadel durch die Bauchdecke. Über den Ultraschallmonitor verfolgt er die Lage der Embryonen und stößt dann in das Herz desjenigen, der am nächsten zur Bauchdecke liegt. Es stirbt also das Embryo, das für den Arzt am leichtesten zu erreichen ist. Zwei Milliliter Kaliumchlorid spritzt er in ein Herz, das in dieser Phase die Größe eines Kirschkerns hat, und wartet ein, zwei Minuten, bis es zu schlagen aufhört. Der Eingriff ist rechtlich auch später möglich, §218a des Strafgesetzbuches erlaubt das Töten eines Fötus, wenn die Gesundheit der werdenden Mutter, körperlich wie seelisch, durch die Schwangerschaft oder Geburt gefährdet ist.

Was man bei Drillingsschwangerschaften nie ausschließen kann.

Nach der zwanzigsten Woche, wenn der Fötus schon Schmerzen spüren kann, geben die Ärzte zusätzlich ein Betäubungsmittel in die Nabelschnur. Im Bildschirm sehen sie dann gelegentlich, wie der Fötus vor der eindringenden Nadel flieht und sich, nachdem er getroffen wurde, aufbäumt, sie werden Zeugen eines Kampfes mit dem Tod. Der bekannte Lübecker Gynäkologe Klaus Diedrich sagte einmal, die Reduktion sei der „schrecklichste Eingriff in der Gynäkologie“. Peter Sydow von der Berliner Sydow-Klinik am Gendarmenmarkt, einer der wenigen deutschen Ärzte, die diesen Eingriff anbieten (siehe Interview), sagt: „Ja, es gibt in jedem Fall ein ethisches Unwohlsein bei der Durchführung einer Embryoreduktion.“ Im Süden Deutschlands, in einem großzügigen Einfamilienhaus am Ammersee, sitzt ein älterer Mann, der eine Reduktion für nicht vereinbar hält mit dem Berufsethos als Mediziner.

„Eine Kinderwunschbehandlung, die in eine Kindstötung mündet, ist für mich eine Perversion.“ Hermann Hepp, 78, ist so etwas wie der Doyen der deutschen Gynäkologie.

Fast 45 Jahre war er Arzt aus Passion, noch heute ist er Mitglied im Vorstand des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer.

Hepp war Direktor der Universitäts-Frauenklinik des Münchner Klinikums Großhadern, eines der größten Krankenhäuser Deutschlands. Vermutlich hat keiner hierzulande mehr Drillingen auf die Welt geholfen als er. Er weiß, was diese Geburten bedeuten. Er nennt sie im Gespräch fortlaufend „Frühund Mangelgeburten“. Er hat neugeborene Drillinge sterben sehen. Andere nur mit schweren Behinderungen entlassen können.

Aber er hat auch Post bekommen von vollkommen gesunden Drillingen mit Bildern von deren erstem Schultag. Er ist ein gläubiger Mensch. Aber das ist es nicht. Es ist, mal wieder, eine Frage der Betrachtung. Hermann Hepp sagt: „Eine nicht auf natürlichem Wege entstandene Drillingsschwangerschaft, und alles, was darüber hinausgeht, ist eine Katastrophe, eine Fehlleistung der Medizin.“ In dieser Sichtweise verurteilt er Reproduktionsmediziner, die ein Versprechen einlösen wollen und dabei nicht ausreichend auf die Gefahren hinweisen. Die drei Eizellen einsetzen, um die Hoffnung von verzweifelten Paaren möglichst groß werden zu lassen. Die bei der Hormontherapie unvorsichtig sind – und die die Folgen im absoluten Erfolgsfall nicht tragen wollen. „Es ist ein berufspolitisches Thema geworden, ja. Es gibt das Gefühl bei Ärzten, einzelne Reproduktionsmediziner seien verantwortungslos.“ Hermann Hepp, vier Söhne, sechs Enkelkinder, ist ein Mann, der seine Worte genau abwägt. Der selten von der wissenschaftlichen Sprache abweicht und nur in Momenten hoher Emotionalität von „Töten“ statt von „Reduktion“ spricht, von „Kindern“ statt von „Föten“. Er sagt, die rasante Entwicklung der vergangenen Jahre in seinem Fachbereich sei auch ein Segen: „Sehr viele Paare können heute Eltern werden, für die es noch vor wenigen Jahren unmöglich gewesen wäre.“ Aber er kennt den Fluch. „Es ist eine Utopie der heutigen Medizin, jedem ein Kind und vor allem ein gesundes Kind geben zu wollen. Wir sind nicht allmächtig.“ Er seufzt. Er weiß, so einfach ist es auch wieder nicht.

Er hat ja selbst im Laufe seines Berufslebens Frauen drei Eizellen eingesetzt. Weil er es musste. Er fällt nicht die Entscheidung. Die Entscheidung fällen die Paare, die unbedingt Eltern werden wollen.

Und so ist beim Nachdenken über diesen „schrecklichsten Eingriff der Gynäkologie“ am Ende nicht ersichtlich, wer dafür verantwortlich gemacht werden kann, dass es ihn gibt. Die Paare, die in ihrem Kinderwunschwahn alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen?

Aber nicht abschätzen können, was das bedeuten kann? Die Reproduktionsmediziner, die zu sorglos mit ihren vorhandenen Instrumentarien umgehen? Die Krankenkassen, die heute weniger bezuschussen und so die Paare unter Druck setzen, Eizellen möglichst effizient einzusetzen? Oder gar der Gesetzgeber, der in Deutschland nur sehr wenigen erlaubt, vor dem Einsetzen der Eizellen diese auch darauf zu untersuchen, ob sie überhaupt lebensfähig wären?

Sicher ist nur, dass man bis heute nicht weiß, wie viele Reduktionen im Jahr in Deutschland überhaupt durchgeführt werden.

Das Deutsche IVF-Register, in dem Daten zur Reproduktionsmedizin gesammelt werden, führt den Eingriff nicht einzeln auf.

Seit Jahren geistert eine Zahl von 150 durch die Medien, eine Zahl, von der Dorothea Maekeler vom ABC-Club, der Familien mit Drillingen und noch höhergradigen Mehrlingen vertritt, sagt: „Die ist wahrscheinlich höher.“ Sie hat eine interessante Beobachtung gemacht: 1999 habe es die verhältnismäßig höchste Anzahl von Drillingsgeburten gegeben, seitdem sinke sie. „Gleichzeitig nimmt die Zahl der Zwillinge zu. Für mich gibt es dafür zwei mögliche Erklärungen: Es wird in der Reproduktionsmedizin verantwortungsvoller behandelt. Vermutlich werden aber auch mehr Reduktionen vorgenommen.“ Vor fast dreißig Jahren ist Dorothea Maekeler selbst überraschend mit Drillingen schwanger geworden. Heute hat sie drei erwachsene Töchter. „In unserem Verein lehnen wir nicht grundsätzlich eine Reduktion ab. Jede werdende Mutter soll eine Entscheidung fällen können, hinter der sie auch in Zukunft stehen kann. Wir Mitgliedsfamilien zeigen allerdings: Man kann es schaffen. Wir helfen gerne mit unseren Erfahrungen.“

So wie bei Kerstin G. Kerstin G. hat vor Kurzem drei gesunde Mädchen auf die Welt gebracht.

Sie hatte sich wie Carolin Möller drei Eizellen einsetzen lassen, wie bei ihr fingen drei Herzen im Mutterleib an zu schlagen, einmal eineiige Zwillinge, einmal eine einzelne Eizelle, die dritte hatte sich nicht weiterentwickelt.

Und wie bei Carolin Möller sitzt ein zunächst schweigender Arzt in ihrer Kinderwunschklinik und fängt dann an, von Reduktion zu sprechen.

Es ist alles eine Frage der Sichtweise. Anders als Carolin Möller empfindet Kerstin G. den Vorschlag des Mediziners schlicht als ein „unmoralisches Angebot“. Sie fühlt sich in die Ecke gedrängt, als auch ihre Frauenärztin auf eine Reduktion drängt, sie sogar zu Hause anruft. „Sie sagte, ich sei unverantwortlich. Würde mich und meine Kinder großer Gefahr aussetzen.“ Sie erkundigt sich, geht zu Pro Familia. „Dort riet man mir, ich solle mir auch die andere Seite anhören. Es könne ja auch gut gehen mit Drillingen.“ Und irgendwann hat sie das Gefühl, sich gegen den Rat der Ärzte durchsetzen zu können. Es packen zu können. Dieses Gefühl verlässt sie auch nicht, als sie später in der Klinik liegt und auf der gleichen Station eine Frau Drillinge auf die Welt bringt, die alle sterben.

Carolin Möller, die sich für eine Reduktion entschieden hat, ist dann im Frühjahr vor vier Jahren Mutter von zwei Jungen geworden, die heute zusammen in den Kindergarten gehen, oft miteinander spielen, denen es gut geht. Geboren hat sie drei Kinder. „Es kommen drei auf die Welt, ja. Eines deutlich kleiner, nur noch ,bindegewebig‘ natürlich. Aber man erkennt den Körper und die Reste der Plazenta“, sagt Hermann Hepp. „Keine Mutter will das sehen, und das ist verständlich.“ Aber die seelischen Folgen, die seien doch erfasst: Siebzig Prozent der Mütter, hat eine Studie dazu ergeben, bedauern im Nachhinein ihre Entscheidung. Bei achtzehn Prozent entsteht eine dauerhafte Depression.

Carolin Möller steht am Ende des Gesprächs auf. Irgendwo in einer Schublade der Kommode hat sie ihren Mutterpass verstaut, den will sie zeigen. Man sieht die Ultraschallbilder, darauf zwei immer größer werdende kleine Babys und ein kleiner dunkler Fleck.

Reste des Klumpens. „Musste das sein?“ hat ihr Frauenarzt, der sie später in der Schwangerschaft betreute, sie mit Blick auf die Bilder gefragt. Sie umklammert den Pass. Das Datum, an dem sie eines ihrer drei Kinder abtreiben ließ, weiß sie nicht mehr. Aber an den Geburtstagen der anderen zwei kommt bei ihr die Erinnerung. Sie sieht dann, wie die beiden Geschenke auspacken, Kerzen ausblasen, sich freuen. In diesen Momenten, sagt sie, denke sie sich: Sie hätten eigentlich noch eine Schwester. Oder einen Bruder. Aber sie wissen es nicht.

Interview

Dr. Peter Sydow ist einer der wenigen deutschen Ärzte, die eine Reduktion durchführen.

Dr. Sydow, Sie führen in Ihrer Kinderwunschklinik in Berlin auch Reduktionen durch. Haben Sie manchmal ethische Bedenken bei dem Eingriff?

Es bleiben in jedem Fall eine Ambivalenz und ein ethisches Unwohlsein bei der Durchführung einer Embryoreduktion.

Aber wir sprechen hier von einem sehr gewünschten Kind. Das möglicherweise vollkommen gesund ist.

Die Entscheidung, eine Embryoreduktion vornehmen zu lassen, ist in erster Linie von der Sorge geleitet, dass eine Drillingsschwangerschaft ein hohes Risiko für die Gesundheit der Kinder aufgrund der häufigen Frühgeburtlichkeit mit sich bringt. Sprechen Sie mit den Kinderärzten, die mit frühgeborenen Drillingen zu tun haben.

In welchem Fall raten Sie Frauen zu einer Reduktion?

Das Eintreten einer Drillingsschwangerschaft ist aus ärztlicher Sicht nicht erwünscht. Tritt sie trotzdem ein, ist die Embryoreduktion eine Möglichkeit, die Risiken zu reduzieren. Die Patienten werden deshalb darüber informiert und wir raten zu diesem Schritt.

Das deutsche Embryonenschutzgesetz erlaubt den Transfer von drei Eizellen – wann schlagen Sie Paaren vor, drei Eizellen einzusetzen?

Unsere grundsätzliche Empfehlung lautet, nur zwei Embryonen übertragen zu lassen. Wir kommen dem Wunsch von Patienten zum Transfer von drei Embryonen nur bei Frauen nach, die eine schlechte Eizellqualität und damit eine sehr ungünstige Schwangerschaftsprognose haben.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass aus drei eingesetzten Eizellen Drillinge entstehen?

Die Geburtenrate von Drillingen nach Transfer von drei Eizellen liegt bei etwa drei bis fünf Prozent.

Wenn Sie drei einsetzen, weisen Sie dann auf die Möglichkeit einer Reduktion hin?

Wir weisen die Patienten in erster Linie auf die Risiken der Mehrlingsschwangerschaft hin. Die Möglichkeit einer späteren Embryoreduktion wird in dieser Situation nicht primär von uns besprochen.

Angeblich wird in Deutschland auch schon bei Zwillingen reduziert.

In seltenen Fällen sind Patienten mit einer eingetretenen Zwillingsschwangerschaft so überfordert, dass sie sogar einen Abbruch der Schwangerschaft in Erwägung ziehen. Um diesen Schritt zu umgehen, kann eine Embryoreduktion als letzter Ausweg überlegt werden.

Bieten Sie eine psychologische Betreuung der Patientinnen an?

Wir kooperieren mit zwei spezialisierten Psychologen. Viele Patienten folgen unserem Rat und nutzen diese Möglichkeit.

Wie häufig machen Sie den Eingriff?

Wir führen Embryoreduktionen durchschnittlich fünf Mal im Jahr durch.

Ein Kollege nannte es den „schrecklichsten Eingriff der Gynäkologie“ – teilen Sie das?

Die Durchführung einer Embryoreduktion führt verständlicherweise bei jedem Arzt zu sehr zwiespältigen Gefühlen.