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Magazin: Die Frau fürs Große

Feministinnen der 70er Jahre haben sie noch verbrannt. Und auch heute sind BHs für viele Frauen ein Problem. Jedenfalls, wenn sie Größen brauchen, die über die handelsübliche Norm hinausgehen. Fast jede zweite Frau in Deutschland trägt deshalb BHs, die ihr nicht passen. Aber es gibt Hoffnung.

Text: Julia Heilmann | Fotos:Paula Winkler

Einer der schlimmsten Orte des Universums ist für mich die Unterwäscheabteilung eines Kaufhauses. Ich erinnere mich, wie meine Mutter sagte, ein stattlicher Busen sei überhaupt kein Problem, solange man keinen dicken Hintern habe. Sie wollte mich trösten. Ich war fünfzehn, stand ungelenk vor dem Spiegel der Umkleide und betrachtete meinen heranwachsenden Körper mit einigem Missfallen, während die Verkäuferin mir einen schlecht sitzenden BH nach dem anderen hereinreichte. Am Ende ging ich mit solider Ware nach Hause: breite Träger, schmucklos, hautfarben. Seither meide ich solche Orte, wenn es sich irgendwie umgehen lässt. Zeitweise besaß ich nur einen einzigen BH.

Frauen glauben ja oft, sie seien allein mit frustrierenden Erfahrungen – bei dieser ist es nicht so. Etwa jede zweite trägt die falsche Größe. Der Büstenhalter ist ein Nervthema. Was landläufig als besonders sexy angesehen wird, ist für Frauen oft ein Problem. Viele haben eine Leidensgeschichte hinter sich. Sie sind enttäuscht, weil sie in den Kaufhäusern nichts finden. Sie denken, dass sie monströs seien, weil sie nicht in die handelsübliche Stangenware passen. Manche haben irgendwann aufgegeben. Der BH zwickt und drückt dann eben, die Träger schneiden in die Schulter. Oder sie haben ein einziges bewährtes Modell, das sie immer wieder kaufen, nach dem Motto „Hauptsache, es passt“. So freudlos kann das Thema Dessous also auch sein. Die Hohenstein-Institute, ein Forschungszentrum für die Textilbranche, stellte fest, dass der Brustumfang deutscher Frauen sich zwischen 1994 und 2008 um 2,3 Zentimeter vergrößert hat. In den Warenhäusern scheint die Information noch nicht angekommen zu sein.

Die ganze Geschichte könnt ihr in der aktuellen Nido nachlesen. Seit Freitag, 18.03., überall am Kiosk.

Die Titelthemen der neuen Ausgabe im Überblick

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(