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Magazin: Nido 08/2015

Die digitale Kindheit | Viel hin und her | Home Sweet Home | Car-Sharing | Einsame Klasse | Oberbayern | Die Fünf Gefrorenen | Gute Nacht | American Kita

Liebe Leserinnen und Leser,

An welches Spielzeug aus der Kindheit erinnern Sie sich am liebsten? An das legendäre Kettcar oder doch eher an die daumenlutschenden Monchhichis oder den Rubik’s Cube, der sich in 43 Trillionen unterschiedlichen Kombinationen zusammensetzen lässt?

Fest steht: Kinder, die heute aufwachsen, werden sich an andere Spielzeugwelten erinnern. Klar gibt es noch Puppen, Roller und Puzzles zum Anfassen, aber eben auch die digitalen Spiele auf den Smartphones und Tablets der Eltern. 79 Prozent der Vier- bis Fünfjährigen spielen gelegentlich auf diese Art. Unsere Kinder sind „Digital Natives“ – sie kennen keine Welt ohne digitales Entertainment und das Internet. „In diesem Spannungsverhältnis leben wir als Familie. Eingeborene und Zugezogene unter einem Dach“, schreibt Nicole Ljubic in der Titelgeschichte. Viele Eltern verteufeln Apps und digitale Spiele, weil sie sehen, wie sehr sie ihre Kinder einnehmen. Doch neben berechtigten Sorgen gibt es auch die Verklärung der eigenen analogen Kindheit. Schließlich war die alte Carrera-Bahn ja auch schon nicht zu 100 Prozent aus Holz.

Wir wünschen viel Spaß mit dieser Ausgabe!

Nido #8 2015 ist ab Freitag, 24. Juli im Handel! Die Titelthemen der neuen Ausgabe im Überblick:


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.