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Magazin: Typisch Mädchen, typisch Junge

Kann es sein, dass sich an den Geschlechterrollen auch nach Jahrzehnten der Genderforschung rein gar nichts verändert hat? Unsere Autorin konnte das nicht glauben und forschte nach.

Text: Nataly Bleuel | Fotos: Madeleine Kukic

Kürzlich beim Kindergeburtstag, mein Kind wird elf. Schöne Stimmung, alles gut, besondere Vorkommnisse: keine. Oder doch. Es lag aber nicht an den Kindern, nicht direkt, es lag an mir. Ich war geschockt, und nicht zum ersten Mal. Schocker Eins: Vier Mädchen gehen gemeinsam aufs Klo. Schocker Zwei: Vier Mädchen kreischen beim Anblick einer Spinne. Schocker Drei: Vier Mädchen bieten mir Hilfe beim Abwaschen an, vier von insgesamt sechs Gästen. Die beiden anderen rauften lieber und bewegten weder Blick noch Hintern in Richtung Küche. Das war allerdings kein Schocker für mich, sondern Alltag mit zwei elf und dreizehn Jahre alten Söhnen.

Mir wurde auf diesem Geburtstag mal wieder brutal klar: Mädchen sind so und Jungen anders. Und ich fragte mich ebenfalls zum wiederholten Male: Warum nur? Warum gehen Mädchen zusammen zur Toilette, ekeln sich vor Insekten und helfen unaufgefordert bei der Hausarbeit? Warum sind Jungen verdutzt, wenn man sagt: „Jetzt tragt wenigstens die Teller raus!“ Haben wir Eltern unseren Kindern diese Rollenmuster wirklich so vorgelebt? Oder ist Geschlechterverhalten doch angeboren und nichts anderes als Hormone, Gene, Steinzeit? Wie fallen die Antworten auf diese Fragen im Jahr 2016 aus? Und: Was heißt das dann für Eltern?

Die ganze Geschichte findet ihr in der neuen Ausgabe von Nido – ab Freitag, 20. Mai, überall am Kiosk!

Die Themen der neuen Ausgabe im Überblick