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Magazin: Was bedeutet Familie?

Familie kann so vieles sein. Deshalb haben wir bekannte Autoren gefragt, was sie persönlich mit diesem Begriff verbinden. Diesmal: Dilek Güngör („Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter“).

Text: Dilek Güngör | Foto: Jonas Holthaus

Dilek Güngör wurde in Schwaben groß und hat ihre Verwandtschaft in der Türkei immer nur in den Sommerferien gesehen.

Dass wir eine Kernfamilie waren – Mama, Papa, Kind und Kind – habe ich in der vierten Klasse gelernt. Kernfamilie, das war ein neues Wort. Es gab noch immer eine Menge Wörter, die ich nicht kannte, auch wenn ich mit meinen neun Jahren schon einmalfrei Deutsch sprach. „Einwandfrei heißt das“, erklärte mir mein Freund Michael, „nicht einmalfrei.“

Schuld daran, dass ich so vieles nicht wusste, waren meine Eltern. Sie waren fremd. Ausländer, richtige Ausländer. Türken. Es gab in der kleinen schwäbischen Welt, aus der ich komme, eine Hierarchie des Fremdseins. Es gab Zugezogene, die waren nicht in diesem Ort geboren, sondern einige Kilometer entfernt in der nächsten Stadt. Und es gab die, die kein Schwäbisch sprachen. Über ihr Hochdeutsch, ihr Bayerisch, ihr Saarländisch machten sich alle lustig und ich mich mit ihnen. Dann gab es die Ausländer, Italiener, Jugoslawen, Spanier, Portugiesen. Und dann gab es uns, die richtigen Ausländer. Nach uns gab es niemanden mehr.

Wir kamen nicht nur aus dem falschen Land, wobei ich nie von irgendwoher gekommen bin, sondern in dem kleinen weißen Krankenhaus geboren wurde, in dem fast alle Kinder aus meiner Klasse zur Welt gekommen sind. Wir lebten zudem in einer Kernfamilie, während die meisten anderen umgeben von Tanten und Onkeln, Cousinen und Cousins, ihren Großeltern und Doden, ihren Taufpatinnen also, aufwuchsen. Viele meiner Freunde lebten mit ihren Verwandten im selben Ort, in derselben Straße, oft im selben Haus. Nun hatte auch ich Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins, mehr als jeder andere in der Klasse. Das war das eine Problem, es waren zu viele. Normale Kinder hatten nicht 24 Cousinen und Cousins.

Den ganzen Text findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Nido – seit Freitag, 22. April, überall am Kiosk!

Die Themen der neuen Ausgabe im Überblick

Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?