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Mode & Produkte: Lastenfahrräder

Immer mehr Eltern transportieren den Nachwuchs und die Einkäufe per Fahrrad. Welche Modelle sind alltagstauglich? Wir haben einen Experten gefragt.

Herr Behrensen, Sie sind Projektmanager des VCD-Projekts „Ich fahr’ Lastenrad“ und sind auch privat von den Rädern begeistert. Was ist für Sie der Vorteil des Lastenrads gegenüber einem herkömmlichen Anhänger?

Lastenräder für den Kindertransport sind hauptsächlich Frontlader. So haben Eltern ihre Kinder besser im Blick und unter Kontrolle. Außerdem macht es den Kindern erfahrungsgemäß großen Spaß, wenn sie beim Fahren sehen, was vor ihnen passiert. Kinderanhänger sind in Deutschland prinzipiell verbreiteter, auch weil sie flexibler einsetzbar und meist günstiger sind. Letztlich ist es eine individuelle Entscheidung, welche Variante besser passt.

Ist die Sicherheit im Straßenverkehr beim Kindertransport mit Lastenrädern gewährleistet?

Ja, generell sollten die Kinder aber natürlich immer gut angegurtet sein. In den für den Kindertransport konzipierten Lastenrädern sind dafür Drei-Punkt-Gurte eigentlich serienmäßig enthalten. Durch ihre Größe fallen Lastenräder zudem im Straßenverkehr gut auf.

Das berühmte Christiania-Bike wurde 1984 in Kopenhagen entwickelt. Wie kommt es, dass solche Räder erst heute einen Trend in Deutschland erleben?

Pioniere haben schon länger Lastenfahrräder auch in Deutschland vertrieben. Doch Trendsetter sind eindeutig die Fahrradnationen Dänemark und Niederlande. Reiseerfahrungen aus Kopenhagen und Amsterdam haben sicherlich einen Einfluss auf den Trend hierzulande. Auch das gesteigerte Umweltbewusstsein begünstigt die Abkehr vom Auto hin zu Transportalternativen. Leider ist das Angebot noch nicht sehr ausgeprägt. Es gibt häufig nur in großen Städten Fahrradläden, die Lastenräder im Sortiment haben.

Ist es eine sinnvolle Alternative das Rad selber zusammen zu bauen um sich so Geld bei der Anschaffung zu sparen?

Das ist zeitaufwendiger, man sollte Freude am selber bauen und eine gewisse Begabung haben. Es gibt kompetente Initiativen, die Workshops für den Selbstbau anbieten und im Internet sind Bauanleitungen und Erfahrungsberichte dokumentiert. Es gibt außerdem Anbieter, die Bausätze von meist qualitativ niederwertigen Modellen günstig online vertreiben. Hier ist Vorsicht geboten, denn Sicherheit und Haltbarkeit sind in diesem Fall nicht garantiert.

Eignen sich die Räder auch für längere Strecken?

Ja, in Amsterdam zum Beispiel sieht man viele einspurige Lastenräder die schneller sind als dreirädrige und auch besser für lange Strecken geeignet sind. Ansonsten lohnt sich bei längeren und bergigen Strecken ein E-Rad. Aber das ist auch eine Kostenfrage und man sollte sich überlegen, wo die Ansprüche an das Rad im Alltag liegen, denn auf gerader Strecke ist die erhöhte Last kaum bemerkbar.

Auf was sollten Eltern bei der Anschaffung achten?

Bei der Anschaffung sollte man auf jeden Fall in einen Fachhandel gehen, sich beraten lassen und verschiedene Typen probefahren. Die Beratung sollte auf die Qualität von Ausstattungsteilen wie Bremsen oder Sicherungsgurten eingehen. Meist sind die Räder von bekannten Herstellern qualitativ hochwertiger aber auch teurer. Nach der Anschaffung sollte man unbedingt auf die regelmäßige Wartung achten. Im Prinzip gibt es für jeden das passende Lastenrad. Eltern sollten also die Ansprüche an das Rad abwägen und die finanziellen Möglichkeiten beachten.

In der aktuellen Ausgabe haben Nido-Redakteure einzelne Lastenräder auf Alltagstauglichkeit getestet. Und hier gibt es ein paar Bilder vom International Cargo Bike Festival und noch ein bisschen größere Lastenräder.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.