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Unterhaltung: Blog der Woche – Ich bin dein Vater

Vier Väter haben sich zusammengetan und schreiben seit April 2014 den 'schizophrenen' Blog ichbindeinvater. Alles dreht sich um das Leben als Vater

Im Blog von Ich bin dein Vater schreiben vier – obacht – Väter über ihre Erlebnisse mit Kind. Und das meist sehr humorvoll.

Wer seid ihr?
Wir sind vier Kollegen, Freunde und Weggefährten: Wir arbeiten zusammen in einer Kommunikationsagentur, hängen dort jeden Tag aufeinander (bildlich gesprochen) und haben dabei so viel Spaß, dass wir auch noch in der Freizeit eine Menge zusammen machen. Für unsere Frauen ist das manchmal nicht verständlich, für uns jedoch logisch. In den letzten drei Jahren sind wir alle Vater geworden und unser Blog www.ichbindeinvater.de ist seit dem 1. April 2014 online.

Wie seid ihr zum Bloggen gekommen?
Wir kommen alle vom Journalismus und haben nun beruflich sehr viel mit Bloggern und digitalen Medien zu tun. Mit Familienbloggern realisieren wir häufiger spannende Projekte. Uns ist bei der Arbeit das eklatante Ungleichgewicht zwischen Frauen- und Männerblogs aufgefallen. Bis vor einem Jahr konnte man Väterblogs noch an ein paar Fingern abzählen. Das sieht mittlerweile glücklicherweise anders aus. Als wir nach und nach Vater geworden sind und unser Büro zu einer Vater-Kind-Beratungsstelle mutierte, war uns schnell klar, dass wir ein Ventil für unsere Glücks-, Frust- und Stressmomente brauchen.

Um was geht es in eurem Blog?
Wenn man ehrlich ist, dreht sich fast jedes Familienblog eigentlich um den oder die Blogger selber. Das ist bei uns sicherlich nicht anders. Aus unserem Alltag ergibt sich eine Menge Potenzial für Geschichten: von persönlichen Anekdoten über die kleinen Probleme des Elternalltags bis hin zu den „großen“ Themen wie Politik und Beruf. Wir nehmen unseren Alltag, würzen ihn ein wenig mit Überspitzung und Satire und packen das Ganze dann auf unser Blog.

Dabei haben wir uns ein drei Dinge vorgenommen: Wir sparen die schlechten Phasen, die es bei jedem mal gibt, nicht aus. Wir sind immer persönlich, aber nie völlig privat. Und wir wollen keinem mit erhobenem Zeigefinger zeigen, wie er zum „guten“ oder „coolen“ Vater wird. Wer einen Ratgeber braucht, ist bei uns definitiv falsch. Das Blog ist eher ein Ventil für Gefühlsausbrüche – positive wie negative. Von diesen erzählen wir ehrlich aus der Vater-Perspektive.

Wen könnte das interessieren?
Unser Leitspruch ist „Früher waren wir cool – jetzt sind wir Väter“. Genau da setzen wir an. Natürlich können auch Väter cool sein. Uns geht es um die Umbruchphase zum Elterndasein: Man ertappt sich als Neuvater in Situationen, die man früher gar nicht wahrgenommen hat oder nicht wahrnehmen wollte. Diese partielle Entfremdung von sich selbst kann schon verunsichern. Kurz gesagt: Unser Blog richtet sich an Väter im Findungsprozess. Die ersten Wochen, in denen wir online sind, haben aber auch ganz klar gezeigt: Auch und besonders Mütter lesen uns offensichtlich ganz gerne, um mal einen anderen Blick auf die Dinge zu lesen. Bekanntermaßen sind ja nicht alle Männer so mitteilungsfreudig wie wir.

Was hat euer Blog, was andere nicht haben?
Schwierige Frage. Fußballer würden jetzt antworten: Das sollen lieber andere beurteilen. Wir denken, dass es die Mischung macht. Wir sind vier Persönlichkeiten mit komplett unterschiedlichem kulturellem Background. Unseren gebürtigen Griechen Babyvater treibt vor allem seine zwiespältige Identität zwischen Deutschland und Griechenland um. Auch das Alter unterscheidet sich: PapaDoc ist unser alter junger Vater, der sich trotz seines fortgeschrittenen Methusalem-Daseins (das hört er besonders gerne) das erste Mal in das Abenteuer Vater gestürzt hat. Außerdem sind wir fast nie einer Meinung. Im Grunde genommen sind wir ein schizophrener Blog mit vier Gesichtern.

Wie oft sollte ich reinschauen?
Bisher haben wir es geschafft, zirka dreimal pro Woche zu bloggen. Da wir das alles neben unserer Arbeit machen, ist es schwer, den Pace zu steigern. Am besten man wird Fan unserer Facebook-Page. Da posten wir immer die aktuellsten Artikel.

Lieblingseintrag aus eurem Blog, den ihr anderen besonders ans Herz legt?
Besonders am Herzen liegen uns die Beiträge, die persönlich und meinungsfreudig sind: Ob pessimistische Urlaubsplanung, die urbane Suche nach Pre-Milch oder die schwierige Herkunftsfrage von Kindern mit dreifacher Zuwanderungsgeschichte.

Welche Blogs lest ihr gerne?
Da gibt es einige. Wenn wir uns für drei entscheiden sollten, wären das familienbetrieb, nieselpriem. und dasnuf.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.