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Unterhaltung: Blog der Woche: Auf Zehenspitzen

Cornelia aus Wien schreibt über das Muttersein, Geschlechterrollen und Schönheitsnormen.

Foto: privat

Diese Woche: http://aufzehenspitzen.wordpress.com

Wer bist du?

Ich bin Cornelia, 31, Mutter einer knapp zweijährigen Tochter und lebe in Wien. An der Frage danach, wer ich bin, arbeite ich mich seit eineinhalb Jahren auf meinem Blog ab – eine Antwort ist noch ausständig.


Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich habe während meiner Karenzzeit mit meinem Blog angefangen. Es war ein eisigkalter Winter, ich war mit einem Baby mehr oder weniger in der Wohnung eingesperrt und mir war unendlich langweilig. Außerdem habe ich meinen Job als Journalistin, das Schreiben und Veröffentlichen, vermisst. Texte zu verfassen hat mir schon immer geholfen, mir über Dinge klar(er) zu werden – und mit einem Kind, meiner damit veränderten Rolle und den gesellschaftlichen Erwartungshaltungen mir gegenüber gab es mit einem Mal sehr viele Dinge, über die ich mir klar werden musste. Et voilà, aufZehenspitzen war geboren.


Um was geht es in deinem Blog?

Hauptsächlich ums Mutterwerden. Und ums feministische Muttersein. Ums Muttersein unter Kinderlosen und ums Nicht-Muttersein als Mutter – und um alles, was damit einher geht, angefangen von der Diskussion der tradierten Geschlechterrollen und Schönheitsnormen bis hin zu Gedanken zu selbstbestimmtem Gebären und Mutterschaft. Ab und zu streue ich auch Gedichte, Filmrezensionen, Lieder und allgemeine feministische Themen darunter.

Wen könnte das interessieren?

Menschen mit Interesse an Feminismus, Freundschaft und Mutterschaft, die gesellschaftliche Ist-Zustände hinterfragen wollen oder müssen.

Was hat dein Blog, was andere nicht haben?

Ich bringe „meine“ Themen in verschiedensten stilistischen Gestaltungsformen – mal als Essay oder als Geschichte, dann wieder als journalistischen Bericht oder in Gedichtform, oder aber auch als Zitat, als Brief oder Rant.

Autobiographisches schubladisiere ich dabei unter „Flitter“, unter „Fangfragen“ finden sich Dialogmitschnitte, wahlweise zum Weinen oder Lachen, unter „Flaschenpost“ subsumiere ich Blogeinträge in Briefform oder Gastbeiträge und unter F(r)iktion finden sich Gedichte, Prosa und die Serie „Erlesene Mutterschaft“, in der ich Romanschnipsel über – nona – Mutterschaft sammle. Das alles hält die Über-Kategorie „Feminismus“ zusammen.


Wie oft sollte ich reinschauen?

Ein- bis zweimal pro Woche.

Lieblingseintrag aus deinem Blog, den du anderen besonders ans Herz legst?

Meine Lieblingseinträge sind der allererste Eintrag und jener über meine zwölf Erkenntnisse im ersten Babyjahr, weil sie mich in eine besondere Zeit zurückversetzen.

Gerade gewordenen Eltern empfehle ich: How I survived, eine Liste von Tipps für die Eltern-/Karenzzeit, meine Verärgerung über Sein und Schein der so genannten „Neuen Vätern“, und meine Gedanken über Freundschaften zwischen Eltern und Nicht-Eltern.



Welche Blogs liest du denn gerne?

An dieser Stelle gehört in Wirklichkeit mehr oder weniger meine gesamte Blogroll. Hervorheben möchte ich ein paar österreichische Blogs, die ich schon länger mitlese oder immer wieder gerne durchwühle: futblog.at, feministmum.wordpress.com und denkwerkstattblog.net.