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Unterhaltung: Blog der Woche: Babykram & Kinderkacke

Im Blog von Victoria geht es vor allem darum, dass Kinder das Größte sein können - aber auch, dass einen das Muttersein an seine Grenzen bringen kann.

Bild: privat

Diese Woche: Babykram & Kinderkacke

Wer bist du?

Bis hierher war ich unter anderem Mensch, Tochter, Schülerin, Freundin, Sängerin und Texterin einer Rockband, freiberufliche Texterin und Kommunikationsdientsleisterin, Anglistik-Studentin, Bloggerin und Mutter. Aktuell oder bald bin oder werde ich (sein / bleiben / hoffentlich / vielleicht): Mensch, Studentin der Erziehungswissenschaften, Mutter (2-fach?), Bloggerin / Schreiberin und irgendwann Reformerin des deutschen Bildungswesens. Ich heiße manchmal moody, manchmal Vic Vaising und häufig Victoria J. Ich bin 24 Jahre alt und lebe mit meiner Tochter Pauline (geboren im Oktober 2010) und meinem Partner in der Leipziger Südvorstadt.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Wir waren im September 2011 im Urlaub in Italien und hatten einen Autounfall. Zu dieser Zeit konnte meine Tochter erstmals auch richtig anstrengend sein. In dem Zusammenhang habe mir dann spontan einen WordPress-Blog angelegt und erstmal Dampf abgelassen. Einer meiner erster Beiträge fing an mit dem Satz „Wääääh! Mein Kind ist ein Arschloch!“. Ich war vorher schon in Eltern-Foren und Facebook-Eltern-Gruppen, hatte aber immer das Gefühl, dass meine Wortmeldungen eine nicht unerhebliche Überlänge hatten und dass das dort dann eher unangebracht, weil zu aufdringlich, war. Von dem Arschloch-Titel waren die Mütter in den Gruppen im übrigen ganz und gar nicht begeistert und es ist direkt eine ziemlich heiße Debatte entstanden, ob man sein Kind überhaupt so bezeichnen darf.

Um was geht es in deinem Blog?

Ich zitiere mal meine eigene „Über“-Seite: „In diesem Blog werde ich darüber schreiben, dass (m)ein Kind das Größte sein kann. Aber auch, dass einen das Muttersein an Grenzen bringen kann – als Mensch, als Frau, als Partnerin, als Freiheitliebende, als Couch-Potato und als Ausdruckszwänglerin. Ich werde über meine Gewitter im Gehirn schreiben und über diverse Sinnfragen, die ich mir viel zu oft stelle.“ Es geht um’s Elternsein, um Kleinkind-Fragen, Erziehung, Selbstreflexion, Launen, Ideen, Pissigkeit, Selbstverwirklichung, Utopismus, Sinnfragen und -krisen. Um alles, was mich bewegt.

Wen könnte das interessieren?

Ich habe meine Leser und Auch-Blogger_innen gefragt und die sagen: Mütter, Väter und Menschen, die sich an knackigen Texten erfreuen (momatka). Eltern, die auch mal über den Kinderweltteller hinausschauen (catzenkind). „Junge“ grübelnde „Weltverbesserer“ (geologenkinder). Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Was hat dein Blog, was andere nicht haben?

Auch hier lasse ich die sprechen, die meine Hirnsuppe gern lesen. geologenkinder hat’s am schönsten gesagt: keine Verschönerung von Kind und Kegel, sondern das Leben.

Wie oft sollte ich reinschauen?

Ein paar Mal pro Woche. Ich schreibe mal mehr, mal weniger. Insofern lege ich natürlich jedem ein E-Mail-Abo ans Herz

Lieblingseintrag aus deinem Blog, den du anderen besonders ans Herz legst?

Anscheinend kommen einerseits vor allem der Kindermund, in dem ich zunehmend die Wortspielereien meiner derzeit knapp 2-jährigen Tochter aufschreibe und andererseits meine Selbstzerfleischung bzw. -ausleuchtung gut an. Der Artikel zum Betreuungsgeld hat recht viel Resonanz bekommen.

Welche Blogs liest du denn gerne?

Ich komme leider viel zu selten dazu. Ich schaue besonders gern bei Freunden von mir vorbei. Den kleinen, aber feinen Illustrations-Blog der lieben Dorobot kann ich jeder/m empfehlen, weil die Zeichnungen aus dem Alltag einfach herzerwärmend sind. Ansonsten sind meine unangefochtenen Favoriten unter den Eltern-Blogs aufZehenspitzen, glücklich scheitern, unsichtbares und kraehenmutter.