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Unterhaltung: Blog der Woche: Smart Mama

Sandra, Mama von zwei Jungs, schreibt auf ihrem Blog smart-mama über rechtliche Themen für (werdende) Mütter. Wie ist das mit der Elternzeit, was ist, wenn mein Kind krank wird und ich eigentlich arbeiten müsste...?

Das Kind ist krank und ich muss arbeiten? Wie funktioniert das mit dem neuen Elterngeld Plus? Und darf ich meinen Kinderwagen eigentlich im Treppenhaus stehen lassen? Sandra vom Blog smart-mama kennt sich mit rechtlichen Themen aus und gibt Eltern auf ihrem Blog Schützenhilfe.Wer bist du?
Hallo! Ich bin Sandra, Anwältin, Bloggerin und Mutter. Mit meinem Mann und meinen beiden wilden Söhnen (1 und 4) wohne ich in Berlin-Weissensee. Ich bin (fast) immer gutgelaunt und unermüdlich am Arbeiten, Pläne schmieden oder To-do-Listen abarbeiten und finde es furchtbar, dass ein Tag nur 24 Stunden hat. Wenn ich nicht telefoniere oder am Rechner sitze, bin ich am liebsten mit meiner Familie und Freunden im Garten. Dort komme ich dann auch einmal zum Durchatmen: beim Spielen, Grillen oder einfach nur Eichhörnchen beobachten.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Als Mama wurde ich mit überraschend vielen rechtlichen Fragestellungen konfrontiert. Der Kampf durch das ganze Gesetzes-, Formular- und Behördenwirrwarr fiel mir selbst als Juristin nicht leicht. Dabei habe ich mich gewundert, warum es im Netz keine Plattform gibt, die (werdende) Mamas bei Rechtsfragen unterstützt. Während meiner zweiten Schwangerschaft schlug dann der Geistesblitz ein: Ich beschloss, rechtliche Informationen und Tipps für Mütter und Familien einfach in einem schicken Blog zu verpacken.

Um was geht es in deinen Blog?
Bei smart-mama schreibe ich über rechtliche Themen, die Mütter betreffen. Aufhänger ist dabei immer eine Situation, die aus dem Leben gegriffen ist oder eine Frage, die sich fast jede Mutter irgendwann schon einmal gestellt hat. Dabei geht es aufgrund meiner Spezialisierung auf Arbeitsrecht oft um Working-Mom Themen (Das Kind ist krank, ich kann nicht arbeiten). Häufig blogge ich auch zu Fragen rund um Elternzeit und Elterngeld (Das neue ElterngeldPlus), Kita (Au, Backe! der Zahnarzt kommt in die Kita) oder aber über alltägliche Hürden, die immer wieder genommen werden müssen (Mama-Mobbing – oder der Kinderwagen im Treppenhaus). Ab und zu stelle ich interessante Gerichtsurteile vor oder berichte über aktuelle Gesetzvorhaben und wichtige politische Entwicklungen (Hebammenrettung). Und demnächst, soviel sei an dieser Stelle schon einmal verraten, werde ich auch Mütter porträtieren und zu Wort kommen lassen…

An wen richtet sich dein Blog?
Mein Blog richtet sich an alle (werdenden) Mamas, die noch smarter werden wollen! Aber auch für Papas ist der eine oder andere Blogeintrag bestimmt von Interesse.

Was hat dein Blog, was andere nicht haben?
Bei smart-mama gebe ich einen Mix aus persönlichen Erfahrungen und mein Fachwissen als Rechtsanwältin weiter, von dem Mütter direkt profitieren können. Auch wenn juristische Abhandlungen nicht gerade den Ruf genießen, unterhaltsam zu sein: Ich versuche immer, alle Themen mit einem gewissen Augenzwinkern zu erklären und durch schöne Fotos zu visualisieren.

Wie oft sollte ich reinschauen?
Anfangs hatte ich mir vorgenommen, einmal in der Woche zu schreiben… Derzeit schaffe ich ca. 2-3 Einträge pro Monat. Wenn mein kleiner Sohn in die Kita eingewöhnt ist, werden es hoffentlich mehr – es gibt so wahnsinnig viele und spannende Themen, über die ich berichten möchte!

Lieblingseintrag aus deinem Blog, den du anderen besonders ans Herz legst?
Eigentlich zählen alle Einträge zu meinen Lieblingen, denn jeder einzelne ist mit viel Herzblut geschrieben. Kürzlich habe ich eine neue Serie über Mompreneurs gestartet, also über Mütter, die sich selbständig machen und Unternehmerinnen sind. Dabei geht es hauptsächlich um Informationen und praktische Tipps, die Mompreneurs beim Sprung in die Selbständigkeit begleiten sollen. Dieses Thema liegt mir ganz besonders am Herzen. Ich bin überzeugt davon, dass in vielen Müttern ein Unternehmergeist schlummert, der gerne geweckt werden möchte.

Welche Blogs liest du gerne?
Eine Menge! Trotz der kaum vorhandenen Freizeit verliere ich mich regelmäßig in der aufregenden Bloggerwelt. Immer wieder gerne schaue ich bei den Mamablogs Hauptstadtmutti, von guten Eltern und Little Years vorbei. Ein wunderbares Händchen für schöne Dinge haben Ohhhmmmhh, Pinkepank und Slomo. In Sachen Mode und Stil vertraue ich voll auf Journelles, This is Jane Wayne und Primerandlacquer. Sehr gerne lese ich auch den Berlin-Blog AnneLiWest.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.