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Unterwegs: Die Lichtgrenze

25 Jahre Mauerfall. Zur Erinnerung werden über 8.000 weiße Bälle vom 7. bis zum 9. November aufgestellt. Dort, wo ehemals die Mauer verlief.

Fotos: Daniel Büche

Wer weiß eigentlich noch, wo die Mauer durch verlief, also abseits von der East Side Gallery.

Für den Fall, dass ihr zufällig zum 25. Jubiläum des Mauerfalls vom 7. bis zum 9. November 2014 in Berlin seid, könnt ihr anhand der von den Brüdern Christopher und Marc Bauder aufgebauten Lichtgrenze noch einmal nachvollziehen, wo die Stadt damals geteilt war. Für drei Tage wird die ehemalige Berliner Mauer auf einer Strecke von 15,3 km zwischen Oberbaumbrücke und Bornholmer Straße noch einmal aus mehr als 8.000 leuchtenden Ballons .


An sechs Punkten in der Stadt werden zudem Leinwände aufgestellt, dort sind Bilder von damals und heute zu sehen, für die sich Marc Bauder 120 Stunden durch Archiv-Material gekämpft hat und so stehen sich das geteilte und heutige Berlin noch einmal gegenüber.

Mit Sicherheit auch für neugierige Kinder ein Erlebnis. Weitere Infos zum Projekt findet ihr auf der Facebook-Seite.

Und für die, die nicht in Berlin sein können, gibt es natürlich ein Video, um sich die Lichtgrenze trotzdem mal anzusehen.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?