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Unterwegs: Kurz noch mal weg

Sommerzeit, Ferienzeit. Zuhause Urlaub machen ist schön, aber spontan noch mal weg zu fahren, bietet Abwechslung für Eltern. Und Kinder.

Wunderschönes Amsterdam

In den ersten Bundesländern ist es so weit: Die Sommerferien sind (schon lange) da, die anderen stehen kurz davor. Wir haben in der Redaktion für ganz spontane und kurz entschlossene Urlauber ein paar Tipps gesammelt, wo Familien jetzt noch spontan einen Urlaub in der Nähe buchen können. Voraussetzung: Hinkommen mit dem Auto oder Zug.

David Schumacher, Textredaktion:

Mit dem Zug von Köln in 2 Stunden und 45 Minuten schnell nach Amsterdam (Hamburg oder Berlin ab 6 Stunden). Übernachten im Bed & Breakfast mit uriger Einrichtung und Katzen. Alternativ immer gut: airbnb.
In der Stadt unbedingt Radfahren, die Stadt ist dafür gemacht. Kinder ab 4 können sich mit aufs Tandem setzen, das ist ein sensationeller Spaß! Für kleinere einfach Sitz und Helm mieten oder ein Bakfiets (Lastenrad). Gibt es z.B. bei Black Bikes Amsterdam. Bei Pancakes Amsterdam Kinderträume wahrwerden lassen und mit dem Canal Bus die Grachten auf dem Wasser abfahren und zwischendurch immer wieder ein- und aussteigen.

Bei Regen lässt es sich im

Science Center NEMO

experimentieren und tüfteln – für verschiedenste Altersklassen geeignet. Wer abends gut und nicht zu teuer Essen möchte, geht ins

Moeders

, ein schnuckliges Restaurant, in dem nur Bilder von Müttern hängen. Besser vorher reservieren.Kindheitstraum verwirklichen?

Nemo Museum Amsterdam

Andin Tegen, Textredaktion:

Im Naturschutzgebiet Boberger Niederung im Süd-Osten Hamburgs liegt einer der schönsten Badeseen Hamburgs, der Boberger See. Man kann nicht direkt heranfahren, muss erst durch ein paar Felder, Wiesen und Knicks gehen – dafür steht man dann an einem von Bäumen umrandeten, märchenhaften See – ohne Badeaufsicht und Pommesbude. Hier und da springt mal ein Nackter ins Wasser. Am kurzen Strandabschnitt tummeln sich Familien mit Kindern, sonst findet man zwischen Eichen und Kastanien die netteren Liegeplätze – selbst wenn es brechend voll ist, hat man nicht das Gefühl in einem Massenbad zu sein.

Julia Rothhaas, Textredaktion:

Bootshaus – Foto: Catherine Hug

Hab ich noch nie gemacht, aber ich träume davon. Oft. Und versuche dabei, das Wort „Mücke“ zu vergessen. Aber einmal ein

Bootshaus mieten

, schon morgens kopfüber ins Wasser kippen und abends so lange aufs Wasser schauen, bis wirklich gar nichts mehr zu sehen ist. Schon in meiner Vorstellung bedeutet das: Glück. Geeignet für Familien mit Kindern mit Seepferdchen.

Daniel Ramm, Textredaktion:

Campingplatz Schwab

in Sechendorf. Was, wo ist das denn?! Das Dörfchen liegt mitten in der wunderwunderwunderschönen Holsteinischen Schweiz, keine zwei Kilometer von der Ostsee entfernt. Mit Fahrrädern (die man auch mieten kann) ist man innerhalb von Minuten am malerischen Strand von Sehlendorf. Sandige Weite. Karibik-Gefühl. Bei Schwabs fühlt man sich, als würde man sein Zelt bei Verwandten im Garten aufschlagen. Und vor allem hat man auf dem lauschigen, familiengeführten Campingplatz (mit Spielplatz!) auch kurzfristig noch gute Chancen, ein Plätzchen zu finden – im Gegensatz zu den großen Campingplätzen direkt am Meer, die oft überrannt werden. Bei einem Übernachtungspreis von 6 Euro pro Nacht und Nase kann man nun wirklich nicht meckern. In der Umgebung unbedingt mal den

Eselpark

„I-A!“ im nahen Nessendorf besuchen. Für kleine Kinder ein großer Spaß – trotz des dämlichen Namens.

Oliver Kucharski, Chefredaktion:

Entspanntes Amrum

Ich teste momentan

die Nordsee

. Die Nido-Redaktion ist ja gerade von München nach Hamburg gezogen, daher heißt es jetzt am Wochenende so oft es geht eben Meer statt Berge. Bislang waren wir in St. Peter Ording, auf Sylt und auf Amrum, immer am Wochenende – nur zwei, drei Stunden mit dem Auto oder der Bahn, schon sitzt man am Strand und hört das Meer rauschen. Toll! Mein bisheriger Favorit ist ganz klar Amrum, Sylt war mir ein bisschen zu syltig, und bei St. Peter Ording musste ich immer an diese Surfer-Serie »Gegen den Wind« mit Ralf Bauer denken. Amrum dagegen: uneingeschränkt toll, auch wenn die Anfahrt durch die Fähre zwei Stunden länger dauert (dafür sieht man aber auch Halligen, Sandbänke und Seehunde!). Amrum hat einen unfassbar breiten weißen Strand, es gibt tolle Wanderwege durch die Dünen, alles ist mit dem Fahrrad erreichbar, und im Norden der Insel kann man bis nach Sylt schauen oder durch’s

Watt bis nach Föhr wandern

. Nebel ist ein wunderschönes kleines und ursprüngliches Inseldörfchen, nachmittags gibt’s eine

Friesenwaffel

und abends fangfrischen Fisch (z.B. in der

Seekiste

). Und man kann auch

mitten in den Dünen übernachten

. Für diesen Sommer noch auf der Liste: Föhr, Juist, Norderney, Langeoog und Spiekeroog. Und bestimmt noch mal Amrum.

Dani Doege, Onlineredaktion:

Wildschönau – Foto: TVB Tirol

Ein Sommer in der Wildschönau. Mit dem Zug von München in eineinhalb Stunden zu erreichen (Wörgl) oder mit dem Auto (ca. 104km)
Übernachten auf dem Bauernhof (z.B. dem Hartlhof, für 460 Euro die Woche bei 2 Eltern + 2 Kinder) Mit der Sommercard der Wildschönau für die Familie jede Menge Vergünstigungen kassieren, Bergluft einatmen, Reiten (und unter wunderschönstem Sternenhimmel übernachten – oder im Heu!), eine der schönsten Naturschluchten besuchen, die Kundler Klamm oder Kinder von 5-14 Jahren mit dem Drachenclub für eine Woche ins Bergabenteuer schicken. Brotbacken, Schatzsuche, Staudämme bauen. Die Teilnahme ist gratis, Transfers, Eintritte und Mittagessen müssen übernommen werden.

Und dann wären da natürlich noch unsere Ideen für ein Wochenende mit Kind, z.B. in Hamburg, Südtirol, der Uckermark und einigen anderen.

Und Sie? Wir sind gespannt auf Ihre Ideen für kleine Fluchten.