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Unterwegs: Wochenende mit Kind … in Hamburg

Übernachten am Hafen, paddeln auf dem Kanal, shoppen in Eppendorf, entspannen am Strand: Unsere Autorin verrät uns die besten Tipps für Hamburg.

Text: Kerstin Moeser | Foto: Jaane Christensen

Freitag:Im Hafen oder im Caravan schlafen, dann auf zur ältesten Flaschenpost der Welt und schließlich im Sandkasten nach weiteren Schätzen buddeln.

15.00 Uhr,Willkommen an Bord: Im 25hours Hotel Hafencity fühlen sich die Gäste wie Seefahrer: Der Blick über den Hafen ist unschlagbar und mit etwas Glück parken vor der Haustür Aida oder Queen Mary. Die Zimmer heißen Kojen und Kinder unter fünf Jahren schlafen kostenlos. Wer als vierköpfige Familie an Land geht, bucht am besten ein Doppelzimmer, das durch eine Tür mit einer Stockbett-Koje verbunden werden kann (DZ ab ca. 125 Euro). Gemütlich ist es im Bed & Breakfast Das Kleine Schwarze, gefrühstückt wird im Garten. (DZ ab 95 Euro).

16.00 Uhr Alle Mann an Deck! Einen Crashkurs in Sachen Seefahrt gibt es in den neun Etagen (Decks genannt) des Maritimen Museums. Nicht verpassen: die Mini-Schiff-Ausstellung auf Deck 9, die älteste Flaschenpost der Welt in der Schatzkammer und die Queen Mary 2 aus 1 Million Lego- Teilen auf Deck 1. Auf der Terrasse des Meerwein den Willkommensaperitif trinken.

18.00 Uhr Buddeln vor den Docks: Den Abend im Schauermann ausklingen lassen. Drinnen ist es zu fein, um mit Kindern einzufallen, aber im Sommer stehen Bierbänke davor. Das macht den Abend weitaus entspannter. Der Blick über den Hafen und die Docks ist ein Traum, das Essen ein Hit. Außerdem steht eine große Sandkiste da.


Samstag: Morgens am Michel Fußball spielen, mittags am Isekai paddeln und in Eppendorf knabbern und am Abend ein Bier direkt an der Alster trinken.

10.00 Uhr Guten Morgen in der Sonne Im Café Johanna unweit des Hamburger Michel scheint einem am Morgen die Sonne auf den Frühstückstisch. Der hausgemachte Früchtequark ist köstlich, außerdem gibt es ganz in der Nähe diverse Spielplätze und die große Michelwiese zum Kicken.

11.00 Uhr Kaufrausch und Zuckerschock Ab nach Eppendorf. Am besten an der U-Bahn- Haltestelle Hoheluftbrücke aussteigen und zu Fuß am Kanalufer bis zum Laden Unterhaltung – Lieblingsstücke laufen. Dort gibt es großartige Hamburg-Mitbringsel, die Kleinen bekommen vor der Tür eine Brause. Die schnelle Shopping-Tour führt zu den schönen Kleidern bei Vau und zu Hai Q, ein Eldorado für skate- und surfbegeisterte Jungs. Ein Haus weiter im Petit Café gibt es den leckersten Blechkuchen der Stadt, bei Schokovida die tollsten Schokoladen und im Café Hegeperle kann man bei einer Quiche verschnaufen, während man die Kinder auf den Sportplatz des Gymnasiums Eppendorf gegenüber zum Toben schickt.

15.00 Uhr Ahoi! Hamburg ohne Bootstour ist so ähnlich wie ein Münchenbesuch ohne Biergarten. Deshalb auf eigene Faust mit dem Paddel- oder Tretboot über den Isekai fahren. Ein guter Ort zum Ausleihen, weil sich hier kaum Touristen hinverirren und es mit dem ziemlich netten Restaurant Noas sowie dem Café Isekai gleich zwei sympathische Ausleihstationen für Boote gibt. Von hier aus kann man herrliche Touren bis zur Außenalster oder in den Stadtpark unternehmen und sieht so Hamburg von seiner schönsten Seite, dem Wasser, aus.

18.00 Uhr Wurst bei die Fische Der beste Platz für einen Sundowner mit Blick über die Alster ist die Alsterperle. Würstchen und Co. holt man sich am Kiosk, einfach und unprätentiös. Nett draußen sitzt man auch im Elbe 76 bei Pizza Ziege und Steak mit Pommes.


Sonntag: Ab in die Halfpipe! Und ins Museum! Dann zum Entspannen am Strand die Füße im Sand vergraben und den Containerschiffen zusehen.

9.00 Uhr Besuch bei Fischers Fritze: Auf den Fischmarkt kann man auch erst um neun Uhr gehen (wenn die Kinder einen überhaupt so lange ausschlafen lassen). Dann wird zwar langsam schon eingeräumt, aber es ist nicht mehr so voll. Cappuccino bei Reggae-Jessy (immer dem Ohr nach) und eine geräucherte Makrele beim Fischstand von Edith Will.

10.00 Uhr Breit aufgestellt: Nett ist das Altona-Viertel vor allem um die Große Bergstraße. Besonders nett: der Klippkroog mit Eierspeisen und Kuchen zum Frühstück. Dank des geräumigen Innenraums und des breiten Bürgersteigs vor der Tür kann man hier gut mit Kinderwagen hin.

11.00 Uhr Wie die Großen Im Skateland, einer Halle mit Halfpipes und Skate-Parcours, gibt es jeden Sonntag von elf bis dreizehn Uhr den Skate Jam for Kids. Man muss sich im Vorfeld verbindlich mit zehn Euro pro Kind anmelden, dafür erklären Skateboard-Lehrer den Kleinen, wie man sich auf dem Brett hält. Das Ambiente ist etwas rau, der Kaffee für die Eltern wird aber liebevoll zubereitet.

14.00 Uhr Köstliche Kunst: Wenn wir in Hamburg ins Museum gehen, dann eigentlich immer in die Deichtorhallen. Das liegt natürlich an den mitunter sehr interessanten Fotoausstellungen, doch ehrlicherweise wohl auch an den Waffeln nebenan im Fillet of Soul. Meistens nehmen meine Jungs einen Block und Stifte mit, und sie zeichnen dann nach, was sie zuvor im Museum gesehen haben.

16.00 Uhr Strandurlaub in der Stadt: Ein Hamburg-Wochenende sollte man standesgemäß beenden: am Wasser. Dafür gibt es keinen besseren Ort als die Strandperle. Im Sommer ist es oft überlaufen, trotzdem sollte man einmal dorthin und mit den Kindern im Sand spielen. Für mehr Auslauf geht man am Strand entlang bis nach Teufelsbrück zum Café Engel. Auf dem Weg dorthin gibt es gute Kletterbäume und den Jenischpark.