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Unterwegs: Wochenende mit Kind… auf Usedom

Gute Laune garantiert: lange Strände mit feinem Sand, verwunschene Seen im Wald und viel Platz zum Toben. Wer schafft es jetzt noch, den Rekord im Heringsessen zu brechen? Auf geht‘s!

Protokoll: Anke Lübbert

Freitag: Eins, zwei, Insel! Erst mal was zum Picknicken besorgen, am Strand schaukeln oder ein Fischbrötchen essen und das Piratenschiff durchs Karpfenbecken ziehen.

15.00 Uhr Auf dem Weg: Bei der Anreise in Libnow kurz vor der Insel Halt machen: Vor dem Höfeladen Esslust 1 stehen Tische in der Sonne, direkt daneben eine Sandkiste. Was die Biobauern der Region produzieren, wird verkauft und zum Sofortessen gibt es Suppe und Gemüsepizza.
16.00 Uhr Betten am Meer: Das Haus am Meer 2 hat vier Ferienwohnungen auf drei Etagen und liegt direkt am Stubbenfelder Steilufer. Kein Raum ist hier wie der andere und von überall kann man das Meer sehen. Am Strand gibt es eine Feuerstelle und eine Schaukel, die über das Wasser schwingt (ab 62 Euro, Kontakt über usedomtravel.de). In Zinnowitz liegt das Familienhotel Casa Familia 3 (DZ ab 50 Euro, casafamilia.de), günstiger ist es auf dem Naturcampingplatz Am Strand 4 in Ückeritz (Erwachsene ab 3,20 Euro, Stellplatz ab 3 Euro, campingplatz-ueckeritz.de).

18.00 Uhr Abendessen am Strand: Im Bistro Fischjäger 5 bekommen alle ein Fischbrötchen mit selbst geräuchertem Hering in die Hand. Das Piratenschiff in der Promenadenhalle 6 in Zinnowitz, das man über ein Becken ziehen kann, aus dem ab und zu ein Karpfen guckt, ist bei unseren Kindern sehr beliebt. Dazu Pizza oder Pasta. Für den Sonnenuntergang ziehen wir weiter zum Loddiner Höft 7 an der Steilküste.


Samstag: Mit dem Fahrrad die Insel entdecken, Bernstein am Strand suchen und auf den höchsten Baum klettern, um Usedom von oben zu sehen.

8.00 Uhr In der Frühphase: Frische Brötchen holt man sich in der Bäckerei Eichhorst 8 in Kölpinsee. Wer kein eigenes Rad mitgebracht hat, mietet sich eins beim Fahrradverleih Hengstler 9, der auch Kindersitze und Hänger anbietet.

10.00 Uhr Treibgut: Wir starten von Stubbenfelde aus auf dem Weg, der sich parallel zur Küste Richtung Bansin durch den Wald schlängelt. Nix mit Flachland, die erste Etappe ist sportlich. In Ückeritz 10 gönnen wir uns eine Pause am Strand. Angeschwemmten Bernstein findet man am besten zwischen den holzkohleartigen Resten im Spülsaum.

12.00 Uhr Wasser marsch: Am Achterwasser, der Ausstülpung des Peenestroms, liegt der alte Ortskern von Ückeritz mit Fischerhäuschen in engen Gassen. Am Hafen gibt es einen Spielplatz und Fruchtragout mit Vanilleeis und Streuseln im Café Knatter 11. Auf der Terrasse sitzt man direkt am Ufer und kann die Kitesurfer beobachten, die vorbeirauschen.

14.00 Uhr Für Kletteräffchen: Weiter mit dem Rad in Richtung Neu Pudagla und wieder in den Wald. Der Weg führt direkt zum Forsthaus 12. Unser Sohn Jo steht auf den Klettergarten 13 nebenan, wo Kinder ab sechs Jahren in die Bäume dürfen. Für Jüngere gibt es einen kleinen Spielplatz. Weiterfahrt in das kleine Naturschutzgebiet Wockninsee 14. Nach ein paar Radminuten geht vom Waldweg links ein Trampelpfad zu einem Hochsitz ab. Von dort kann man auf den verwunschenen See schauen und Ringelnattern und Seeadler beobachten.

18.00 Uhr Food Contest: Wer inmitten von DDR-Devotionalien essen will: Am Strand von Ückeritz kann man als Erwachsener im Utkiek 15 vor großen Panoramafenstern so viele Heringe essen, wie man schafft. Unser Familienrekord: Jens mit vier Heringen, Anne schafft immerhin drei.


Sonntag: Mit der Tauchgondel die Unterwasserwelt angucken, Wollschweine streicheln und Freundschaftsbänder weben. Schwerer kann der Abschied nicht fallen.

9.00 Uhr Bunter Morgen: Frühstücken im Café Backbord 16 in Zinnowitz. Danach zur Spitze der Seebrücke 17, dort kann man mit einer Tauchgondel 18 auf den Meeresgrund hinunterfahren. Im Seebad Karlshagen gibt es hinter den Dünen den Spielplatz Karlchens Zauberwald 19 mit einer blitzschnellen Seilbahn und im Hafen von Karlshagen 20 Räucherfisch zum Mitnehmen, der ausschließlich aus der Ostsee kommt Für einen Abstecher ins Hinterland fährt man nach Neuendorf zum Hofladen Villa Kunterbunt 21. Die Wolle der Strickwaren stammt von den eigenen Schafen, der Schmuck ist von Künstlern aus dem Dorf. Und wer hat schon mal ein Wollschwein gestreichelt?

12.00 Uhr Für Jäger und Sammler: An der Küste vor Netzelkow 22 kann man prima angeln und am Strand bei Lütow 23 findet man Donnerkeile, versteinerte Tintenfische, im Sand. Umwerfend ist der Blick von der Spitze des Weißen Berges auf der Halbinsel Gnitz 24. Nach Krummin kommt man über einen holprigen Plattenweg – unbedingt einen Abstecher zur Pferdetränke 25 einplanen, eine Art regionaler Souvenirladen. Dort sitzt man im Garten auf bunten Holzstühlen, isst einen Brotzeitteller mit hauseigenem Brot, Wurst und Käse und kann grandiosen Tee kaufen. Die Sorten haben Namen wie „Nachtfeuer“, die Zutaten werden ein paar Dörfer weiter gesammelt.

16.00 Uhr Am Webstuhl: Die Insel über Wolgast verlassen, aber vor der Autobahn schnell in den Lassaner Winkel. Im Duft- und Tastgarten 26 in Papendorf riechen wir uns durch Küchenkräuter, Dessert- und Brotpflanzen. Und bei Iris Schöne in der Handweberei 27 dürfen Kinder selber Freundschaftsbändchen weben (am besten vorher anrufen: 038374/82948). Auf der Terrasse gibt es Kaffee und Apfelkuchen. Dann noch einmal um den Pulower See 28. Das schaffen auch die Kinder und alle spülen vor der Heimreise noch das Meersalz ab.