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Noch Fragen?

Frage Nummer 16081 starmax

Atom-Risiko: wie verhindern?

Ich bete, daß den Menschen die große Katastrophe dort erspart bleiben möge.
Und ich verfluche unser Zinseszins-Geldsystem sowie explizit die dahinterstehenden Protagonisten: Denn offensichtlich werden überall durch die damit erzwungene "Rentabilität" neue und gefährliche Technologien trotz hochheiliger Zusagen n i c h t ausreichend begleitet und überwacht.
Sollten die Verantwortlichen samt Familie zwingend in unmittelbarer Nähe solcher AKW´s angesiedelt werden?
Antworten (13)
Highspeed
Hm, in den meisten Ländern wohnen die Verantwortlichen in unmittelbarer Nähe eines AKWs. Von den Dingern stehen nämlich viel mehr in der Gegend als alle denken.
Wenn dann was passiert, kann man nicht weit genug weg sein. Siehe Tschernobyl.
Damit wirst Du die Verantwortlichen wohl kaum erschrecken können.
Auch wenn es grausam ist, ein GAU in Japan, und die elendige Atomdiskussion findet endlich ein Ende.
starmax
Nun, es fällt schon auf, wie großräumig z.B. Berlin von AKW´s verschont bleibt...
Also nix mit persönlicher Verantwortung, sondern schnell ins Flugzeug und weg - das ist wohl eher die Realität bei Merkel und Co.
KeineAhnungVonNix
Die Berlin-Beobachtung des Vorredners würde ich wohl eher mit der Historie Deutschlands begründen, als mit dem Regierungssitz.

Nachdem dort nach der Wende die alten Kraftwerke russischer Bauart abgebaut wurden, wurden einfach keine neuen mehr gebaut.
starmax
Ein Land, das Atomenergie "zivil" nutzt ist
a) nicht verteidigungsfaehig,
b) hat keine gesicherte Elektrizitaetsversorgung, da systemische Risiken eine Totalstillegung aller technisch verwandten Anlagen erzwingen kann
c) abgesehen von den Folgekosten auf hunderttausende Jahre, die kommende Generationen ein Armenhaus hinterlassen
d) von den eigentlichen Auswirkungen im "stoerungsfreien Noremalbetrieb" mal ganz abgesehen.

Man sollte in Intelligenztests stets eine Frage zur zivilen Atomnutzung aufnehmen und bei deren falscher Beantwortung den Test auf Null Punkte setzen. Damit wuerde man diese Narren von allen oeffentlichen Aemtern und Weiterbildungs-Institutionen fernhalten." CrisisMaven
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=207445&page=0&category=0&order=last_answer
Highspeed
@starmax: Du hast recht, aber das kümmert die Atomlobby nicht.
@TKKG: Du hast recht, aber das kümmert starmax nicht.
starmax
Bitte, hier der Link.
Hatte das der Einfachheit halber aus einem anderen Beitrag komplett rüberkopiert, als Quellenangabe gedacht.

Der GAU nimmt jetzt richtig Formen an: Muß halb Japan umziehen?
bifu70
Wie verhindern?! Wirtschaft funktioniert durch das Wechselspiel aus Angebot und Nachfrage. Letztlich haben wir Verbraucher es also selber in der Hand, ob wir nur auf den Preis schielen und billigen Atomstrom kaufen oder ob wir unsere Versorgungsverträge ausschließlich mit Anbietern von "grünem" Strom schließen.

Die Politik öffnet lediglich der Atomlobby den Weg, unser aller Nachfrage befriedigen zu dürfen. Aber das Schimpfen auf die dort Verantwortlichen lenkt letztlich von der Verantwortung von uns Konsumenten geschmeidig ab. Wo keine Nachfrage, erledigt sich bei Unternehmen, die wirtschaftlichen Erfolg zum Ziel haben, nämlich auch ganz schnell das Angebot.
starmax
@bifu70 -für all das ist es wohl leider etwas spät.
Zu den bitteren Folgen des Japan-GAU
von einem unabhängigen (!) Fachmann
starmax
Der ist nicht 1.) unabhängig 2.) sagt er mit gesetzteren Worten das Gleiche 3.) Spielt er die Nicht-Behrrschbarkeit derr Schmelze herunter und die entsetzlichen Folgen verschweigt er.
Dir kann man also auch nicht trauen: Widerspruch um seiner selbst willen - was ist der wohl wert?
Highspeed
@starmax: Hast Du auch die anderen Beiträge gelesen, die die Argumente "Deines Fachmannes" ziemlich auseinander nehmen?
Allein schon der Vergleich zwischen dem Reaktor und dem Überraschungsei zeigt doch, wie wenig Ahnung er seinen "Lesern" zutraut.
Musca
@Bifu 70 : ich glaube, Sie verkennen die Realität. Zur Entstehungszeit der AKW´s wurde kein Mensch gefragt, geschweige denn, daß es die Möglichkeit zum Umstieg auf "grünen Strom" gab. Jegliche Möglichkeit zur eigenen Stromversorgung war untersagt durch das Monopol der Stromversorger, d.h. Photovoltaik, Wind und Wasser (z.B. Mühlen), durften nicht betrieben werden. Ihre These mag bei Schokomüsli greifen, bei der Nuklearindustrie ist sie völlig daneben
Musca
@Tgkkg, wenn dem so sein sollte, wäre ich froh, seit 30 Jahren versuche ich Bewußtsein zu schaffen, wurde als Linker oder Kommunist beschimpft, versuche in meinem Umfeld zu machen was zu machen ist, in letzter Zeit gelingt es immer besser, hoffen wir halt mal
BrigitteR
Eigentlich ist es egal, wie nah du an dem AKW wohnst.Wenn das Ding hochgeht, ist meist ein enormer Umkreis mitbetroffen. Stattdessen sollten wir an erneuerbaren Energien festhalten und die optimieren