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Noch Fragen?

Frage Nummer 47584 Amos

Die Grünen forderten mal 5 DM pro Liter Benzin. Mittlerweile 1,80 Euro! Sind die jetzt zufrieden?

Antworten (29)
Sockenpuppe
Nein! 2,50 € sind die Zielmarke!
antwortomat
Na und, ich tanke immer nur für 20 Euro.
Amos
@antwortomat: für 20 Euro tanken komme ich aber nur so weit, wie die Elektrokarren mit ihrer Batteriekapazität. *fg*
bh_roth
Hab ich heute gelesen, dass die deutschen Autofahrer (zumindest die) sich keinesfalls zurückhalten, was die Fahrleistungen angeht. Und da die Mineralölgesellschaften nach dem einfachen Grundsatz agieren - so viel wie möglich abschöpfen, solange es noch geht - werden sie weiter erhöhen. Man muss sich ja schließlich ein Polster von ein paar 100 Milliarden zulegen, für schlechte Zeiten.
Das verstehe ich.
Deho
Dass sich "die deutschen Autofahrer nicht zurückhalten" könnte vielleicht daran liegen, dass sie kein Potential zum Zurückhalten haben, wenn sie z.B. das Auto brauchen, um zur Arbeit zu fahren. Jedesmal wenn der Benzinpreis steigt, kommen die saublöden Ratschläge, Benzin zu sparen. Zum Vergnügen fahren doch nur die, die es sich noch leisten können, die anderen ächzen unter den Kosten.
antwortomat
@Dara: Ja, äh, nö, also eher nicht. Oder anders: Viele fahren aus Bequemlichkeit mit dem Auto zur Arbeit. Es sind ja nicht alles Pendler, die jeden Tag 20 oder mehr Kilometer fahren müssen. Folglich könnten sie auch mit dem Rad fahren. Aber nein, es muss das Auto sein, weil man ja nach der Arbeit auch noch hier und da hin muss, dann noch einkaufen, in den Baumarkt, beim Freund vorbei usw.
Und: Die Leute wollen alle schön ruhig auf'm Land wohnen und fahren dafür jeden Tag viele Kilometer zur Arbeit. Dabei wäre es doch viel einfacher in der Nähe der Arbeit zu wohnen und nur am Wochenende auf's Land zu fahren. Wie wunderbar viel Zeit man dann nicht im Auto verbringen muss ist erstaunlich.
Deho
@ antwortomat
Jetzt ist der Geistesblitz bei mir angekommen: Wir schaffen die Autos ab. Früher ging es ja auch ohne.
Amos
Kurze Geschichte: von Ort A nach Ort B (12km) brauche ich mit dem PKW max. 20 Min. Mit dem Taxi etwas länger, aber für 22 Euro statt 3 Euro (geschätzt), die gleiche Strecke mit dem Bus ca. 5,20 Euro, aber Fahrzeit 1 Std. 30 mit 2 Mal Umsteigen, Warten und anschließendem Fußweg. Alternativen?
Deho
@ antwortomat
Theoretiker haben es gut, die müssen sich nicht in die Niederungen der Praxis begeben. Ich bin 3 Jahre lang 23 km (einfache Strecke) zur Arbeit gefahren, von der Stadt auf''s Land, Fahrzeit maximal 30 min. Alternative öffentlicher Nahverkehr: Mit dem Bus zum Bahnhof, Zug, wieder Bus, Fahrzeit 1,5 Std einfach, hin und zurück also 3 Std. Somit Auto, das war in dem Fall kein Luxus. Benzin sparen ginge nur, wenn ich das Auto geschoben hätte.
antwortomat
Ne, keine Theorie. Ich stehe schließlich vor dem gleichen Problem, auch wenn's nur 10km sind. MIt dem Auto 15 - 30 Minuten, je nach Verkehr.
Mit dem Bus 1 Stunde, 2 oder 3 mal Umsteigen, scheidet aus.
Mit dem Rad 25 Minuten, unabhängig vom Verkehr.
Netter Nebeneffekt, wenn ich zu Hause bin, habe ich den Sport schon hinter mir.
Bei 23 km wurde ich mir das überlegen, aber hastes mal getestet?
sunnyboy_1
Ich haette eine Alternative zum Auto: Wenn die Entfernung zum Arbeitsplatz nicht all zu weit ist, koennte man doch wieder das Pferd nehmen. Entweder hin reiten oder bei schlechtem Wetter den Gaul vor die Kutsche spannen. Ging doch frueher auch. Allerdings muessten "Parkplaetze" fuer Ross und Kutsche geschaffen werden. Ich grueble nur noch, wie man die Klepper und Kutschen vor Diebstahl schuetzt ? :-)) Ein Problem, das die Versicherungen sicherlich beschaeftigt.
sunnyboy_1
@ amos: 10 km Entfernung?? Das ist doch ein Klacks mit dem Fahrrad. Ich renne jeden Morgen 10 km als Fruhesport hier in meinem Wohnviertel. Brauche dazu 50 min. Die Haelfte der Strecke geht bergauf. 5 % Steigung. d.h. wenn du mit dem Fahrrad faehrst, wirst du deinen Arbeitsplatz in 20 Minuten erreicht haben. Ausserdem hast du genug Sauerstoff getankt, um den Tag froehlich anzugehen. Zudem ist es ein phantastisches Kreislauftraining. Worauf wartest du noch ??

Ich benutze seit acht Jahren kein Auto mehr, obwohl wir hier den Sprit geschenkt bekommen. Fahre groessere Strecken mit meinem Motorrad. Koenntet ihr auch machen. Moped kaufen und ab die Post. Im Winter mit Pelzmuetze. hihi
sunnyboy_1
@ antwortmat ging mein kommentar, nicht amos.
antwortomat
Worauf ich warte? Auf nix. Ich fahre selbstverständlich mit dem Rad. Habe ich vielleicht nicht deutlich genug geschrieben.
Albinez
Ist ja alles schön und gut, aber was mache ich als Mitarbeiter eines ambulanten Dienstes, dessen Einsatz eines privat PKWs vorausgesetzt wird? Ein Aktionsradius von ca. 30 Km zwischen zwei Terminen (eher aber 3-4 am Tag) sind auch bei guter Planung nur sehr unbequem und zeitintensiv mit dem Rad oder ÖPNV zu bewältigen. Die 30 Cent/KM Rückerstattung durch den AG sind bei den aktuellen Spritpreisen auch nicht mehr angemessen. Irgendeine schlaue erhobene-Zeigefinger-Idee?
sunnyboy_1
Auch 20 km wuerden mich nicht davon abhalten, die Strecke mit dem Rad zu fahren. Problematisch wird es im Winter bei euch. Hier habe ich das ganze Jahr ueber 28 Grad. Ein klimatisches Paradies, Merida/Venezuela :-))

Davon abgesehen, dass ich nicht mehr arbeiten muss und seit 35 Jahren selbststaendig bin. hehe
sunnyboy_1
@ albinez: du gehoerst wirklich zu den "IndenArschgekniffenen". Eine Idee, wie du deine Situation aendern kannst, haette ich. Ob du sie verwirklichen kannst, ist dabei eine andere Frage. Selbststaendig machen und andere fuer dich arbeiten lassen :-))
Albinez
@sunnyboy: Da gehöre ich mit meinem Beruf ebenfalls zu den IDAG. Selbstständigkeit so gut wie unmöglich, da der AG eine Art Krake ist, die sich alle Kleinen um sich herum einverleibt. Interner Wechsel der Stelle wäre möglich. Wäre dann aber mit einer Zurückstufung verbunden. Also wieder IDAG ;)
antwortomat
Als Stern-geprüfter Klugscheißer kann ich nur sagen: Kleineres Auto mit weniger PS und die 30 Cent "schmecken" wieder etwas besser.
Amos
Nur noch ein Beispiel: ein Freund, der Unternehmensberater ist, fährt in drei Monaten 60000 km und bekommt jedes Jahr einen niegelnagelneuen BMW dahingestellt. Firmenwagen, Sprit auf Kosten des Hauses! Da bin ich mit 12 km ein kleiner Scheißer!
Deho
@ sunnyboy
Selbstständig machen und andere für sich arbeiten lassen? Stirnrunzel! Nun, in der virtuellen Welt ist alles möglich, im realen Leben ginge so etwas wohl weniger.
Albinez
@antwortomat: Netter Versuch ;) Fiat Panda mit 54 PS. Nenne mir einen in den Anschaffungskosten/Wertverlust/Versicherung/Steuer/Verbrauch günstigeren 4-Türer, in den ich eine Mutter mit ihrem Kind im Maxicosi und einen Kinderwagen rein bekomme. Die 30 Cent sind bei den o.g. Kosten und den aktuellen Spritpreisen ein absoluter Witz.
Amos
Was ist ein Maxicosi?
Albinez
@amos: Das ist so eine Babytrageschale, die man auch ins Auto schnallen kann. Maxicosi ist zwar ein Markenname, wird aber Umgangssprachlich benutzt, um nicht Babytrageschale, oder so sagen zu müssen. So wie bei Papiertaschentücher und Tempo.
Amos
Ui, da bin ich wohl als kinderloser alter Sack ins Fettnäpfchen getreten? *g*
Rockfan
Nein,ganz sicher kein Tritt in's Fettnäpfchen! Der Maxi Cosy gehört nicht in den Bereich "Allgemeinbildung"!
ing793
@albinez:
wenn Du einen Neuwagen kaufst, dann wird der Satz von 30ct/km schwierig. Allerdings: der Dacia Lodgy (z.B.) kostet 10.000 Euronen und verbraucht 6l/100.
Das sind 10/ct km Wertverlust, das gleiche für den Sprit, bleiben noch mal 10ct/km für Versicherung und Werkstatt - sollte zu schaffen sein und da geht definitiv eine Familie inclusive MaxiCosi rein.
Kaufst Du einen zwei Jahre alten Gebrauchten und fährst den vier Jahre lang, sollte der Satz von 30ct/km in der Kompaktklasse locker zu schaffen sein (ich fahre jedenfalls darunter).
In den Arsch geniffen ist man bei den Spritpreisen trotzdem, da gebe ich Dir recht. Weniger bei Dienstfahrten, aber spätestens bei den Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, wo man erstens die 30ct nur für den Entfernungskilometer ansetzen darf und zweitens nicht die 15 ct bekommt, sondern nur die Lohnsteuer auf die 15 ct (was dann etwa 3 ct entspricht)
bh_roth
Gerade, was die monatlichen Benzinkosten angeht, hat nahezu jeder, der gesund ist, Sparpotential. Ich verfahre im Monat für 200 Euro Sprit, darin sind bestimmt 150 Euro, die ich einsparen könnte, wenn es darauf an käme. Sicher, es wäre dann nicht mehr halb so bequem wie jetzt, ich müsste mir mehr Gedanken machen, welche Strecken zusammengelegt werden können, welche unnötig sind, oder nur dem persönlichen Spaß dienen, und nicht zuletzt, welche Strecken ich mit meinem Rad zurücklegen kann. Sogar die Frau kann mit, wenn es darauf ankommt, denn es steht ein Tandem in der Garage.
Natürlich kenne ich das Argument, welches sofort kommt, dass ich keine beruflichen Strecken zurücklegen muss, aber auch der, der meint, das Auto beruflich zu brauchen (zur Arbeitsstelle und zurück) findet, wenn es eng wird mit den Finanzen, andere, wenn auch unbequemere Lösungen.