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rayer

Drei-Klassen-Wahlrecht?

Lese ich gerade in der Welt:
Die Stimmkraft sollte nach Alter zugeteilt werden: Die Jungen von 18 bis 35 hätten dann drei Stimmen, die Mittleren von 31 bis 60 hätten zwei, und die Senioren ab 61 hätten nur noch eine Stimme.
Abgesehen davon, dass diese Regelung nicht durch das GG gedeckt ist, kommt es mir als ziemlicher Schmarren daher.
Meinungen?
Frage Nummer 3000079545

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Antworten (13)
bh_roth
Umgekehrt könne ich damit leben. Warum sollte man einem jungen Bengel*, der noch über Nulla Lebenserfahrung verfügt, mehr Stimmrecht geben als jemandem, der schon alles schon mal erlebt hat?
.
*) sorry, nicht genderkonform.
Karsten70
Wenn dann würde ich die Stimmenverteilung umdrehen, warum sollte ein 18-Jähriger noch extrem leicht beeinflussbar 3 Stimmen bekommen?
Swan
Sehr gute Idee, rayer.
Man sollte seine Stimmen auch verkaufen dürfen.
Was glaubst du, dass eine solche Stimmen wert sein könnte?
Skorti
Naja, abgesehen davon, dass nicht genannt wird, wer dies fordert (ich gehe von Sommerloch-füllenden-Randfiguren der Politik aus), und abgesehen davon, dass dies nie umgesetzt wird, der Grundgedanke ist doch, dass die mit Nutella-Erfahrung noch 60-70 Jahre mit den Folgen der Wahl evtl. Leben müssen, während sich die "Ein-Hoch-auf-20-Jahre-Rente"-Fraktion bei der Wahl nicht mit den langfristigen Auswirkungen plagen muss.

Muss ein Senior persönlich mit den Folgen eins Bankrotts der Sozialversicherungen in 40 Jahren Leben?
Wird ein Senior sein klein Häuschen verlieren, wenn in 50 Jahren der Meeresspiegel gestiegen ist?

Das ist wohl der Gedanke, der dahinter steckt, aber andererseits, der heute 18-Jährige, der müsste zwar mit den Folgen leben, aber drüber nachdenken wird er auch nicht.
Karsten70
@Skorti

Das wäre aber von der Idee her zu einfach gedacht. Gehen wir mal davon aus, dass die meisten Senioren Kinder und Enkelkinder haben. Da wird man seine Entscheidung nicht unbedingt nur für sich selber treffen.
Karsten70
Nun ob der Brexit jetzt die schlechteste Entscheidung war, wird man erst noch sehen.
Und natürlich betrachten die älteren die Dinge aus ihrer eigenen Sicht, aber gerade die X Jahre Erfahrung schätze ich eher als die der YT - FB -Netflix Generation.
Im Prinzip ist der ganze Vorschlag nicht ernst zu nehmen und ich bin froh, das es so ist, wie es ist.
Skorti
Oh, aber immer wieder gerne angeführt.
"Unsere Politiker sind zu alt, denen sind langfristige Entwicklungen doch egal, die sind dann ja schon nicht mehr da ..."

Dass die Behauptung Sinn macht, habe ich ja auch nicht behauptet.
Zombijaeger
Der Vorschlag ist der grösste Schmarren, den ich seit langem gehört habe. Broder sollte mal das hier lesen: http://www.focus.de/politik/deutschland/npd-waehler_aid_91508.html. Dann hätte die NPD demnächst doppelt soviel Stimmen oder mehr.
Karsten70
Jung bin ich nicht mehr, ich gehöre eher zu der Gruppe, welche 2 Stimmen bekommen würde :-)
Wie stellst Du Dir ein Familienwahlrecht vor?
Karsten70
Hab es gerade mal gegoogelt, wäre auch ein interessanter Ansatz, nur entscheiden hier am Ende ja doch eher die Eltern und ob da die Kinder nicht doch beeinflusst werden?
Ich denke es gibt keine bessere Alternative wie die aktuelle Situation, der Gerechtigkeit wegen.
Hefe
Vielleicht ein satirischer Beitrag darüber, dass Menschen unter 35 ohne persönliche Einladung selten wählen. In Baden-Württemberg wurde für die Gemeinderatswahlen das Wahlalter auf 16 Jahren gesenkt. Nur weil in einer Stadt intensiv die Betroffenen intensiv angesprochen wurden, war die Wahlquote der ab 16jährigen hoch.
Rentier_BV
Fake news?
meerwind7
Momentan ist es so, dass die ganz Alten überrepräsentiert sind, weil ein (größerer) Teil von ihnen im Laufe der Legislaturperiode verstirbt, während ihr Stimmgewicht natürlich weiterhin zählt.
Die jungen Menschen sind hingegen zunehmend nicht repräsentiert; ein Jahr von einer Bundestagswahl sind komplette drei Jahrgänge ab den 18-jährigen nicht repräsentiert.

Man könnte dem wenigstens ein wenig abhelfen, indem es wenigstens einmal nach zwei Jahren eine Nachwahl gibt, zu der dann alle 18- und 19-jährigen zugelassen sind.

Die Problematik, dass die Schulden für die noch-nicht-wählenden bestehen bleiben, und obendrein jeder im Eigeninteresse die Belange der nächstälteren Generation mitberücksichtigt (denn er/sie selbst ruckt ja bald auf, z.B. als Mitfünfziger interessiert man sich mehr für Renten als für niedrigere Rentenbeiträge), nicht aber die der jüngeren Generationen (von einer Abschaffung der Wehpflicht profitierten fast gar keine Wähler mehr), ist damit freilich nicht lösbar.