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Amos

Früher bekamen Müllabfuhr und Post zu Weihnachten einen kleinen Obolus. Ist das noch okay?

Ich kenne weder die wöchentlich wechselnden Müllfahrer noch den Postzusteller. Früher kannte ich ihn noch mit Namen, heute wechselt er jeden Tag.
Frage Nummer 3000027769

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Antworten (28)
Dorfdepp
Der Obolus ist eine Anerkennung für die Arbeit dieser Leute, auch wenn man sie nicht persönlich kennt.
rayer
Ok ist das heute mit Sicherheit auch noch. Leider dürfen die Leute nichts mehr annehmen.
Dorfdepp
rayer, da du immer auf Belege bestehst: Wo steht, dass die Leute das nicht annehmen dürfen? Bei uns tun sie das gerne.
Amos
Dann werde ich ihnen etwas zukommen lassen. Im Briefumschlag, auf der Tonne festgeklebt, und entsprechend dem Postboten in die Hand gedrückt.
rayer
Ach dorfdepp, den Beleg suchst Du Dir selbst zusammen. War die Tage in einer Sendung in einem der Dritten Programme. Geht da irgendwie um Bestechung und Vorteilnahme. Steht Kündigung drauf. Frag Deinen Postboten.
Dorfdepp
Den Zeitungsausträger nicht vergessen.
Dorfdepp
Meine langjährige Briefträgerin hat mir gerade gesagt, dass sie soviel bekommt, dass er für einen Urlaub reicht. Und den gönne ich ihr.
Amos
Ich will niemanden bestechen, sondern lediglich einen kleinen Weihnachtsgruß als Anerkennung für deren tägliche Arbeit verteilen. Sind keine Hunderte von Euros, sondern 20.
Amos
Einen Zeitungsausträger habe ich nicht mehr. Sonst würde der auch bedacht.
rayer
Ich sagte schon eingangs das finde ich ok. Nur gibt es da irgendwie eine Hürde für den Beschenkten. Da unser Rechthabehansel dorfdepp auch nichts mehr dazu sagt, hat er sich wohl schon selbst im Internet schlaugemacht.
Gast
Amos, du willst das nicht. Andere haben vielleicht den Wunsch nach einer Gegenleistung wie: Der Müllmann holt den Mülleimer über eine größere Entfernung(Fußweg) zum Müllwagen. Übersieht, daß mehr Müll mit zu nehmen ist wie vereinbart. usw. usf.
Ist doch seit einigen Jahren in den Medien. Anfangs hat Verdi versucht mit Musterklagen dagegen (Annahmeverbot) vor zu gehen. Scheiterten.

Das Verbot ist wahrscheinlich ausgehend vom Neid derer, die nichts oder nicht soviel bekommen haben erlassen worden.

Ich kann mich noch erinnern, der Postler bekam fast in jedem Haus seinen obligatorischen Weihnachtsschnaps und hat dann gegen 9 Uhr den Rest der Sendungen im Stadtbrunnen ausgeliefert.
bh_roth
Warum sollte das nicht mehr ok sein? In Frankreich bekommen wir regelmäßig Besuch vor den Festtagen: Gendarmerie, Pompier, Facteur, alle bekommen etwas, vor allem die Feuerwehr.
In Österreich ist das eher unüblich, aber da liegt es sicher daran, dass dieses Bergvolk nicht so herzlich miteinander umgeht. In Ungarn ist es wieder Sitte, aber da eher ein Glas Pálinká.
Dorfdepp
rayer, ich hatte Besseres zu tun als halbgaren Behauptungen nachzuforschen, für die es der Praxis keinen Anhaltspunkt gibt.
Gast
bh_roth - in Frankreich lebt selbst der Pfarrer von Spenden. Keine Kirchensteuer.
Gast
ich sehe gerade das: "Dann werde ich ihnen etwas zukommen lassen. Im Briefumschlag, auf der Tonne festgeklebt, und entsprechend dem Postboten in die Hand gedrückt."
Das Porto für die Tonne unter dem Briefumschlag dürfte die Verteilung des Geldes quasi Ruckzuck zunichte machen.
Dieses Bild, man sieht jetzt schon den Briefträger mit der Mülltonne unter dem Briefumschlag davon keuchen, sollte man einfach mal auf sich wirken lassen.(Und nicht lachen, ja?)
rayer
Tja ing. Hast Du Belege? Unser Kumpel Dorfdepp ist da anderer Meinung.
Gast
Und warum ausgerechnet nur an oder vor den Festtagen etwas geben, ich seh das mit dem Geld auch eher zweifelhaft.
Warum nicht das ganze Jahr über ab und an mal Kleinigkeiten geben, dem Postboten im Sommer etwas erfrischendes zu trinken anbieten, im Winter oder wenn es "Scheissdreck" regnet einen heißen Kaffee?
Und selbst üble Laune sollte man den Menschen, die einem den Müll entsorgen nicht entgegenbringen, nur wenn es mal früher klappert und man noch schläft.
Das kann man an der Haustüre vor dem nach draussen gehen einfach ablegen und trotzdem lächeln- wetten?
rayer
ing. Siehe oben meine erste Antwort. In Hessen ist es wohl etwas einfacher.
wokk
Wie bh_roth schon sagte:
In Frankreich gibt es üblicherweise ein kleines Geschenk für die Feuerwehr, die Müllmänner und dem Postboten.
Wobei dies üblicherweise durch den Verkauf von Kalendern geregelt wird.
Man zahlt soviel wie man möchte und das ist irgendwo zwischen 5 und 20 €uros.
Wobei man natürlich sicher geht, dass die entsprechende Person wirklich diesen Diensten angehört, da Missbrauch durchaus nicht unüblich ist . . . . .
iksmak72
Ich würde es heute juristisch Heikel ansehen. Wegen Bevorteilung oder Bestechung.
hphersel
Ihr müsst wirklich schauen, wie es bei Euch vor Ort aussieht:
Sofern die Müllmänner städtische Bedienstete sind, ist ihnen die Annahme von "Neujährchen" verboten, wie hier schon mehrfach erwähnt wurde. Handelt es sich aber um ein privates Müllentsorgungsunternehmen, greift dieses Verbot nicht.
Bei uns hat der städtische Müllentsorgung die Abholung extern vergeben. Die Müllmänner arbeiten also im Auftrag der Stadt, aber für ein privates Unternehmen und dürfen daher ein Trinkgeld erhalten.
elfigy
Meine Güte. Was für eine Erbsenzählerei, ob man eine kleine Geste machen darf. Wir machen das immer und unser Postbote ist Beamter und er freut sich über seinen Zwanziger jedes Jahr. Die Müllabfahrer freuen sich auch. Mir ist das egal, ob man das darf oder nicht. Sogar der Winterdienst freut sich und schiebt dann den Schnee nicht vor unsere Einfahrt.
wiwizilla
Es ist mir völlig egal ob erlaubt oder verboten. Nette Dienstleister bekommen ein Dankeschön.
bh_roth
Genau so sehe ich das auch. Die Gesetzlage ist mir hier völlig wurscht. Wenn ich meine, der Postbüttel (Beispiel) ist ein netter Kerl, dann bekommt der was. Und gaaaanz sicher lamentiert er nicht herum, dass er das nicht annehmen dürfe.
hphersel
Selbstverständlich. Zum Einen: Wo kein Kläger, da kein Richter.
Zum anderen: in manchen Gegenden laufen Müllmänner oder als solche verkleidete Personen herum und klingeln an den Türen, um mehr oder wenig aktiv/aufdringlich ein "Neujährchen" einzufordern. Das haben die Kommunen ihren städtischen Angestellten ausdrücklich untersagt. Wenn ich dem Briefträger oder den Leuten von der Müllabfuhr etwas geben möchte, tue ich das, wenn sie im Rahmen ihrer Arbeit bei mir vorbekommen, aber nicht, wenn sie einfach so klingeln. Weiss ich denn, dass die Leute, die klingeln, wirklich "meine" Müllmänner sind?
elfigy
Auf eine andere Idee, als es so zu machen, wie du schreibst hp, wäre ich gar nicht gekommen.
Wir passen die extra ab.
Allerdings habe ich auch bis heute nicht gewußt, daß da welche rumlaufen und klingel. Die WC macht halt doch schlauer.
bh_roth
Bei meinem Beispiel aus Frankreich war es tatsächlich so, dass die geklingelt haben. Aber sie haben dann etwas verkauft, wie wokk das schon geschildert hat. Irgend etwas nettes, handgearbeitetes oder Kalender. Und obwohl ich immer schon genügend Kalender hatte, habe ich diese auch genommen. man muss sie ja nicht aufhängen. Es geht ja doch nur um den Obolus. Und wenn man das alles nicht will, dann braucht man ja nicht zu öffnen. Wobei es nicht jedermanns Sache ist, einem Gendarmen, der klingelt, nicht zu öffnen☺
"Meinem" Postbüttel gebe ich einen Umschlag. Dafür nimmt er auch mal einen Brief an, wenn ich keine Zeit habe, ihn einzuwerfen. Und das müsste er nicht.
Amos
Vor mehreren Jahrzehnten klingelte die Müllabfuhr noch an der Tür und wünschte "Fröhliche Weihnachten".