Schließen
Menü
Amos

In letzter Zeit wurden viele Beerdigungen in Presse und TV gezeigt. Aufgefallen ist mir, daß kaum noch Schwarz getragen wird.

Jeans, Polohemd, keine schwarze Krawatte. Erst recht kein schwarzer Anzug. Ist das nicht mehr zeitgemäß? Bin ich zu altmodisch? Selbst bei einem der Promis in diesem Monat trugen die Sargträger Freizeitkleidung.
Frage Nummer 98156

Weitere Gutscheine: DJI, reichelt Gutschein

Antworten (9)
Mars-Ultor
Ich denke, dass Trauer und auch der Ausdruck derselben etwas sehr persönliches ist. Insofern sollte die gewählte Kleidung zum Verstorbenen aber auch zu einem selbst passen. Das kann traditionelle Kleidung sein, möglicherweise aber auch davon abweichen. Unabhängig von der Wahl der Farbe sollte die Kleidung aber dem Anlass angemessen sein.
Amos
Ich empfinde solche Kleidung als respektlos, pietätlos und stillos. Gewisse Regeln sollte man beherzigen. Fiel mir wegen der vielen Prominententodesfälle auf. Bei einem Rockmusiker vielleicht angebracht, aber bei renommierten Schauspielern nicht.
Opal
Ja Amos da stehe ich auf deiner Seite. Bei ner Beerdigung sollte man schon angemessen gekleidet sein, das ist schon alleine dem Respekt des gestorbenen gegenüber geschuldet. In Schorts und Bermudahemd da aufzulaufen ist absolutes No Go.
Albinez
Es gibt auch noch etwas zwischen Shorts/Bermudahemd und schwarzer Anzug/schwarzer Krawatte. Respekt habe ich dem Menschen entgegen gebracht, wenn ich ihm während seines Lebens respektvoll behandelt und in guten und in schlechten Zeiten zur Seite gestanden habe. Das brauche ich auf der Beerdigung nicht mit meiner Kleidung zu bekunden.
Opal
Ja Albinez, das ist schon richtig, wollte das mit dem Bermudahemd und Shorts nur auf die Spitze treiben. Aber man sollte, und da bin ich mit Amos einer Meinug schon seine Trauer auch durch seine Kleidung zum Ausdruck bringen. Es muss nicht unbedingt Schwarz sein, dafür sind wir in der Gesellschaft zu flexibel geworden, aber angemessen Dunkel sollte es schon sein.
Opal
... und wenn ich sowas nicht hab geht natürlich auch ne Jeans. Im Endeffeckt kommt es nur darauf an dem verstorbenen die letzte Ehre zu leisten.
Werd wohl in der nächsten Zeit einen sehr guten Freund mit Anfang 40 zu Grabe tragen. ALS. ist schon seit Wochen im Hospiz und wehrt sich vehement. Aber bald wird Schluß sein.
Amos
Eigentlich hat doch jeder eine schwarze Hose und ein schwarzes Sakko. Da kauft man sich bei C & A noch eine schwarze Krawatte. Und es stimmt.
hphersel
im Normalfall habt ihr zwar Recht, aber ich habe durchaus schon Trauerfeiern erlebt, wo der Verstorbene oder die Angehörigen ausdrücklich KEINE Trauerkleidung gewünscht hatten. Da wurde nicht die Trauer über den Verlust bedacht, sondern die Freude, diesen Menschen so lange gekannt haben zu dürfen. Zwei Seiten der gleichen Medaille...
Frank893
Diese Frage ist zwar schon alt, hat mich aber aktuell beschäftigt. Ich denke man sollte sich so kleiden, wie es sich der Verstorbene gewünscht hätte. Das funktioniert allerdings nur, wenn er es einem schonmal gesagt hat oder man ihn sehr gut kennt. Deshalb erzähle ich meinen Bekannten schon seit Jahren, daß ich niemanden in schwarz auf meiner Beerdigung "sehen" möchte. Ich wünsche mir ausdrücklich fröhliche, farbenfrohe Freizeitkleidung.